Staatssekretär Karl Freller fordert "Anti-totalitäre Aufklärung gegen Geschichtsklitterung"

"Der 13. August muss in Deutschland zentrales Datum der Besinnung auf ,Einigkeit und Recht und Freiheit' bleiben. Sie sind die Grundpfeiler der 2. Deutschen Demokratie", erklärte Bayerns Kultusstaatssekretär Karl Freller zum heutigen 46. Jahrestag des Mauerbaus.

14.08.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Freller verwies darauf, dass über 1000 Menschen an der Mauer durch Berlin und an der Grenze durch Deutschland getötet wurden. Die Verantwortung hierfür habe ein Regime getragen, das - wie der Journalist Lothar Loewe einmal feststellte - auf "Menschen schießen ließ wie auf Hasen". Die schriftlichen Fassungen des Schießbefehls, die auch jüngst wieder in der öffentlichen Diskussion stehen, belegten den grundsätzlich menschenfeindlichen, amoralischen Charakter der ehemaligen DDR-Führung.

"Deshalb darf heute und künftig kein Raum für wissenschaftlich-publizistische Weichzeichner sein", forderte Freller. Notwendig sei neben politischer Eindeutigkeit eine ungeschminkte geschichtliche Aufklärung der jungen Menschen, die an unseren Schulen verbindlicher Lehrplaninhalt ist und bleiben muss.

Beispielhaft wirke hier das deutsch-deutsche Grenzlandmuseum Mödlareuth an der bayerisch-thüringischen Grenze, das mit Mitteln der von Staatssekretär Freller geleiteten Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit mitgetragen wird. Es zeigt das ganze Instrumentarium zur Entwürdigung, Verstümmelung und Tötung von Menschen, das bis 1989 angewandt wurde.

In Reaktion auf die Äußerungen ehemaliger SED-Mitglieder zum Schießbefehl forderte Freller eine klare politische Trennung zwischen Demokraten und Beschönigern der Diktatur: "Mitglieder der von Gysi und Lafontaine im Bundestag angeführten Partei "Die Linke" stehen für die Ablehnung von Freiheit und Einheit bei der Wende 1989/90 und für den populistischen Rückfall in Staatssozialismus und Entmündigung der Menschen heute." In Bund und Ländern dürfe es mit solchen Kräften keine Bündnisse geben. Ebenso wenig dürfe es hier zum Opportunismus unter Demokraten kommen.


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