Südkoreanischer Nobelpreis-Kandidat Ko Un in Thüringen zu Gast

Der südkoreanische Kandidat für den Literatur-Nobelpreis, Ko Un, liest am morgigen Welttag des Buches in Erfurt aus seinem Gedichtband "Beim Erwachen aus dem Schlaf". Am Donnerstag ist der Lyriker im Thüringer Kultusministerium zu Gast.

22.04.2008 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Ko Un, geb. 1933, ist nicht nur einer der renommiertesten südkoreanischen Schriftsteller, er hat sich vor allem durch seinen Einsatz für Demokratie und eine Annäherung an Nordkorea international einen Namen gemacht. Eine "lyrische Kooperation über Kulturgrenzen" hinweg ist in diesem Sinne auch die Lesung mit dem Weimarer Autor Wulf Kirsten. Dabei präsentieren beide Schriftsteller u. a. gegenseitig ihre Gedichte. Ko Uns Werke wurden bisher in 15 Sprachen übersetzt. Internationale Lesestationen waren u. a. Stockholm, Rom, Paris, Madrid, Berlin, Sydney oder Washington.

Zeit: Mittwoch, 23. April 2008, 20.00 Uhr, Ort: Erfurt, "Buch Habel", Anger 7.

Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU), der persönlich großes Interesse an der modernen südkoreanischen Literatur hat, lädt zur Lesung ein: "Literatur verbindet Kulturen. Worte haben die Macht, Geschichte zu schreiben. Das haben beispielsweise die Friedensgebete während der friedlichen Revolution 1989/90 eindrucksvoll gezeigt. Für den Austausch der Kulturen steht auch der südkoreanische Dichter Ko Un. Wie Wulf Kirsten gibt er seine Erfahrungen und Erlebnisse aus der Perspektive des Krieges, der Nachkriegszeit und eines geteilten Landes an nachwachsende Generationen weiter. Allen die daran teilhaben, wünsche ich eine interessante Lesung."

Im Freistaat unterhalten die Universität Erfurt, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Bauhaus-Universität Weimar und die Hochschule für Musik Weimar insgesamt sieben Kooperationen mit Universitäten in Südkorea. Darüber hinaus arbeiten außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie die Landesternwarte Tautenburg, das Institut für Physikalische Hochtechnologie Jena, das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut Jena, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik Jena, das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Jena und das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie Ilmenau mit insgesamt sieben südkoreanischen Partnern zusammen.


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