Schleswig-Holstein

Tag der Arbeit – GEW für bessere Arbeitsbedingungen in Bildungseinrichtungen

Bessere Arbeitsbedingungen in allen Bildungseinrichtungen: Dafür hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum Tag der Arbeit ausgesprochen. "Kindertagesstätte, Schule, Hochschule oder Weiterbildungseinrichtung: Egal, wohin man schaut, immer mehr Beschäftigte leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen und Stress. Gruppen und Klassen sind zu groß, Hörsäle und Seminare zu voll. Es ist höchste Zeit, dass die Politik hier endlich für Verbesserungen sorgt, ", sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn am 29.4.2013 in Kiel. Er rief die Beschäftigten dazu auf, am 1. Mai auf den DGB-Veranstaltungen Flagge für bessere Bildung und Arbeitsbedingungen zu zeigen.

29.04.2013 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

In Hinblick auf den schwelenden Streit zwischen Gewerkschaften und der SPD-geführten Landesregierung um das Besoldungsdiktat für Beamtinnen und Beamte sagte Matthias Heidn: "Wir erwarten, dass Ministerpräsident Albig und SPD-Landesvorsitzender Stegner, ihren Worten vom SPD-Parteitag am Wochenende in Büdelsdorf jetzt Taten folgen lassen. Sie müssen den Gewerkschaften ein ernsthaftes, wesentlich verbessertes Verhandlungsangebot unterbreiten. Mit kosmetischen Korrekturen werden wir uns dabei nicht abspeisen lassen."

Besorgt zeigte sich Matthias Heidn über die soziale Entwicklung in Europa. Die staatliche Handlungsfähigkeit leide immer stärker unter der unzureichenden Finanzierung öffentlicher Aufgaben. Das sei im Bildungsbereich ganz krass zu bemerken, wo für dringende Investitionen nicht genug Geld zur Verfügung gestellt werde, auch in Schleswig-Holstein. Gleichzeitig wachse die Kluft zwischen Arm und Reich. "Die Mittelschicht bröckelt, untere Einkommen sinken, während der Reichtum der oberen zehn Prozent zunimmt. Mittlerweile besitzen sie weit über die Hälfte des Gesamtvermögens in Deutschland. Diese Entwicklung darf nicht so weitergehen!"

Als ein weiteres wichtiges Thema sprach der GEW-Landesvorsitzende die Auseinandersetzung mit Neo-Nazis in Schleswig-Holstein an. Für die Gewerkschaften sei 2013 kein Jahr wie jedes andere. Am 2. Mai vor achtzig Jahren hätten die Nationalsozialisten die freie deutsche Gewerkschaftsbewegung zerschlagen. Auch in Schleswig-Holstein seien Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter von den Nazis verhaftet, verschleppt, gefoltert und ermordet worden. "Aus unserer Geschichte ergibt sich für uns die Verpflichtung heute mit Entschiedenheit gegen alle Formen von Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz aufzutreten."

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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