Medienkompetenz

USK: 20 Jahre Jugendschutz und Computerspiele

Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, gratuliert der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zu ihrem 20-jährigen Bestehen. Die am 06. Juni 1994 gegründete USK ist seit zwei Jahrzehnten die zentrale Institution für den Jugendschutz bei Computer- und Videospielen und trägt maßgeblich zu einem verantwortungsvollen und medienkompetenten Umgang von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern bei.

04.06.2014 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Durch kompetente Prüfverfahren und die daraus resultierenden Altersfreigaben leistete und leistet die USK einen wertvollen Beitrag zur Beendigung des "Schmutz- und Schunddiskurses". Die USK setzt sich seit zwei Jahrzehnten für einen medien- und kulturpädagogisch angemessenen Umgang mit Videospielen ein. Gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat trug die USK dazu bei, dass Computers- und Videospiele als Kulturgüter anerkannt wurden. Seit Januar 2014 wird der Kunstaspekt von Spielen zudem prominent in der Präambel der USK-Leitkriterien gewürdigt.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Sieben Jahre ist es her, dass unsere Behauptung "Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele" zu einem wahren Shitstorm führte. Bund und Länder überboten sich damals gegenseitig mit immer neuen Vorschlägen, um den Vertrieb von Computerspielen einzuschränken. Erwachsene müssen, das war damals meine Meinung und ist sie auch heute noch, das Recht haben, sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen auch Geschmacklosigkeiten oder Schund anzusehen bzw. entsprechende Spiele zu spielen. Kinder und Jugendliche dürfen jedoch zu jugendgefährdenden und beeinträchtigenden Medien keinen Zugang haben. Diese damalige Debatte hat die USK gestärkt. Auch wurde der Handel stärker in die Pflicht genommen, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten und auf die USK-Kennzeichnung hinzuweisen. Ein besonderes Augenmerk wird seitdem auf die Vermittlung von Medienkompetenz für alle Altersklassen gerichtet. Die Debatte um Gewalt in Computerspielen ist glücklicherweise nicht übers Ziel hinausgeschossen. Die Kunstfreiheit, auch für Computerspiele, gehört zu den im Grundgesetz verankerten Grundrechten. Dank an die USK für ihre gute Arbeit!"

 

Die Diskussion über Computerspiele als Kulturgut können Sie [hier](http://www.kulturrat.de/dokumente/streitfall-computerspiele.pdf) nachlesen. 

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden