Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Prof. Dr. Reinhard Hüttl

"Es ist mir eine besondere Freude, Prof. Dr. Reinhard Hüttl für seine hervorragenden Leistungen in der Forschung und für die Gesellschaft zu danken und ihm das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zu überreichen", erklärte Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Hans-Gerhard Husung heute im Geoforschungszentrum in Potsdam.

10.10.2008 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Prof. Hüttl, Jahrgang 1957, startete seine außerordentliche wissenschaftliche Karriere als Student der Forst- und Bodenwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität (ALU) in Freiburg i. Br. und an der Oregon State University in Corvallis, USA. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bodenkunde an der ALU und promovierte 1986 zum Dr. rer.nat.

Seit 1993 ist Hüttl Professor für Bodenschutz und Rekultivierung an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit sind bis jetzt in rund 320 wissenschaftlichen Publikationen sowie in über 160 wissenschaftlichen Vorträgen auf zahlreichen nationalen und internationalen Konferenzen dokumentiert. Prof. Hüttl ist Mitglied in sehr vielen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gremien, in vielen Fällen auch deren Vorsitzender. Von 2001 bis 2006 war er Mitglied des Präsidiums des Wissenschaftsrates. Seine ehrenamtliche Tätigkeit hat er dort in ganz ungewöhnlicher und herausragender Weise wahrgenommen. Er hat in insgesamt 38 Ausschüs¬sen und Arbeitsgruppen des Wissenschaftsrates mitgewirkt.

Prof. Hüttl trägt seit 2004 die Ehrendoktorwürde der Universität für Bodenkultur in Wien und ist unter anderem Mitglied der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Royal Swedish Academy und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), deren Vizepräsident er auch ist. Er gilt in seinem Fachgebiet als weltweit anerkannter Experte. Beispielsweise konnte durch seine Initiative Anfang 2001 der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Sonderforschungsbereich (SFB) "Gestörte Landschaften" an der BTU Cottbus eingerichtet werden. Dieser SFB ist das erste und nach wie vor einzige Großforschungsvorhaben dieser Art an einer Hochschule in Brandenburg.

Seit Juni 2007 ist Prof. Hüttl Wissenschaftlicher Vorstand und Sprecher des Vorstands des Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ). Das GFZ ist das deutsche Forschungszentrum für Geowissenschaften, als Großforschungseinrichtung Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft und eine anerkannte Größe, dem in allen seinen Forschungsbereichen internationale Spitzenklasse bescheinigt wird. Zusätzlich ist Prof. Hüttl seit Juli 2007 Sprecher des von der DFG geförderten Sonderforschungsbereichs / Transregio (SFB/TRR) 38 "Strukturen und Prozesse der initialen Ökosystementwicklung in einem künstlichen Wassereinzugsgebiet".

Husung: "Prof. Hüttl übt seine Tätigkeit mit höchstem persönlichem Einsatz unter Zurückstellung mancher privater Interessen ehrenamtlich aus. Gleichzeitig nimmt er seine Dienstaufgaben in der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus in Forschung, Lehre und Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in vollem Umfang wahr, sowohl in seiner Universität als auch in nationalen - z. B. als Vorstandsmitglied des Konvents für Technikwissenschaften in der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften, acatech - und internationalen Gremien - z. B. Joint Chairman des EU-Integrated Project SENSOR."


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