Vier hochkarätige Auszeichnungen verliehen
Dr. Ingo Barth vom Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie in Berlin, Professor Dr. Klaus Lieb von der Universitätsmedizin Mainz, der Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin, Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz, und die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, sind die vier Preisträger, die auf der Gala der Deutschen Wissenschaft des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) am 18. März 2013 in Leipzig ausgezeichnet wurden.
19.03.2013 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)Vor 300 Gästen aus Hochschule, Politik und Gesellschaft würdigte academics - das von der ZEIT und der Zeitschrift "Forschung & Lehre" getragene Karriereportal - Herrn Dr. Ingo Barth als "Nachwuchswissenschaftler des Jahres". Die mit 2.000 Euro prämierte Auszeichnung erhielt der gehörlose Chemiker aus den Händen des Zeit-Verlag-Geschäftsführers, Dr. Rainer Esser, für seine Forschungsleistungen, die Übersetzung von wissenschaftlichen Fachbegriffen in Gebärdensprache und sein Engagement für den Aufbau einer "European DeafUniversity".
Professor Dr. Klaus Lieb, seit 2007 Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, wurde vom DHV die Auszeichnung "Hochschullehrer des Jahres" verliehen. Der Preis, der mit Unterstützung des ZEIT-Verlags Gerd Bucerius GmbH & Co. KG vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Lieb, so die Begründung durch den ehemaligen sächsischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Professor Dr. Hans Joachim Meyer, habe sich durch "beispielhaften persönlichen Einsatz für integere Wissenschaft" in herausragender Weise um das Ansehen seines Berufsstandes in der Öffentlichkeit verdient gemacht. Als Mitglied der Arzneimittelkommission der Bundesärztekammer und Gründungsmitglied des Ärztenetzwerks "MEZIS - Mein Essen zahl' ich selbst!" unterstütze er Mediziner darin, weitestgehend frei von unsachgemäßen Beeinflussungen der Pharmazeuti-schen Industrie zu arbeiten, indem er durch größtmögliche Transparenz und die Definition von Regeln im Umgang mit Interessenkonflikten die Unabhängigkeit von Forschung sicherstelle.
Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin, wurde durch den Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Dr. Horst Hippler, mit der Auszeichnung "Präsident/Rektor des Jahres" geehrt, die der DHV mit Unterstützung der Microsoft Deutschland GmbH auslobt. Professor Olbertz, der bereits 2010 als "Minister des Jahres" ausgezeichnet worden war, wurde in einer Umfrage unter den 27.500 Mitgliedern des Verbandes ermittelt, in der anhand eines Eigenschaftskatalogs die Kompetenzen und Fähigkeiten der Rektoren und Präsidenten der wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands umfassend beurteilt wurden. Das von der Microsoft Deutschland GmbH gestiftete Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird Professor Olbertz für einen Wissenschaftsspielplatz spenden, der auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität geplant ist.
Als "Wissenschaftsministerin des Jahres" wurde die Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, durch den Präsidenten des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen, als eine Persönlichkeit gewürdigt, die "Politik als Kunst des Möglichen und weniger als Illusion des Wünschenswerten" begreife. Auch Ministerin Bauer wurde in einer Umfrage unter den 27.500 Mitgliedern des Verbandes ermittelt, in der anhand eines Eigenschaftskatalogs die Kompetenzen und Fähigkeiten aller Landeswissenschaftsminister und der Bundesministerin für Bildung und Forschung umfassend beurteilt wurden.
Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit rund 27.500 Mitgliedern.
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