Mecklenburg-Vorpommern

Vorschläge des Landes für immaterielles Kulturerbe stehen fest

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird zwei Vorschläge zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO machen. Kulturminister Mathias Brodkorb billigte die Vorschläge des Landeskulturrates. Das beratende Gremium des Ministers hatte das "Reetdach-Decken" und das "Malchower Volksfest" für die Nominierung ausgewählt. Vorschläge wurden zuvor von Einrichtungen, Gruppen, Vereinen und anderen Gemeinschaften gemacht.

04.04.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

"Mit dem Reetdach-Decken und dem Malchower Volksfest haben wir zwei Vorschläge aus Mecklenburg-Vorpommern, die eine typische Seite unserer Kultur repräsentieren", sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. "Wir dürfen gespannt sein, inwieweit sich die beiden Vorschläge im bundesweiten Wettbewerb um die Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes behaupten." Nun sei die Kultusministerkonferenz am Zug, eine Entscheidung zu treffen.

Besonders am Reetdach-Decken ist die Verbindung einer alten Handwerkskunst mit dem natürlichen Baustoff für das Haus. Das Malchower Volksfest wurde ausgewählt, weil es ein Volksfest von Bürgern für Bürger mit sehr langer Tradition ist und ein genreübergreifendes Programm mit Tanz, Musik, Brauchtum, Trachten und Uniformen bietet.

Die Musiktradition der geistlichen Konzerte in Ludwigslust des 18. Jahrhunderts soll als Best-Practice-Beispiel des Landes angemeldet werden. Best-Practice-Beispiele sind von den Angaben der Kultusministerkonferenz (KMK) unberührt. Die KMK hatte am 6. Dezember 2012 beschlossen, dass die Länder jeweils zwei Vorschläge zur Bewerbung um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO einreichen können. Bewerbungsfrist bei der KMK ist Dienstag, der 15. April 2014.

Außerdem liegen länderübergreifende Anträge vor, bei denen das Land Mecklenburg-Vorpommern nicht federführend ist, bei einer möglichen Eintragung in das Verzeichnis später jedoch genannt würde. Anträge gibt es für das Niederdeutsche Theater, das Traditionelle Köhlerhandwerk und die Teerschwelerei sowie das Norddeutsche Grünkohlessen.

Ziel der UNESCO-Konvention ist, schrittweise ein Verzeichnis des hierzulande gepflegten immateriellen Kulturerbes zu erstellen. Geplant ist, dass das bundesweite Verzeichnis von Jahr zu Jahr wächst und langfristig die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar macht. Das Immaterielle Kulturerbe tritt neben das Kultur- und Naturerbe der UNESCO sowie das Weltdokumentenerbe.


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