Zinke: "BuFDi nicht gegen FSJ ausspielen"

Berlins Jugendstaatssekretärin Claudia Zinke warnt davor, den neuen Bundesfreiwilligendienst gegen bewährte Formen des sozialen Engagements junger Leute auszuspielen, wie sie in Form des Freiwilligen Sozialen Jahres und seiner Varianten im ökologischen, kulturellen, denkmalpflegerischen und sportlichen Bereich seit Jahren mit Erfolg existieren.

04.08.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Deshalb hat Zinke jetzt auch in einem Brief an Staatssekretär Josef Hecken im Bundesfamilienministerium "Verwunderung und Unverständnis" geäußert, dass das Bundesfamilienministerium offenbar beabsichtigt, Mittel für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) an die Zahl der tatsächlich vergebenen Plätze beim Bundesfreiwilligendienst zu koppeln. Eine solche Regelung entspreche in keiner Weise den Absprachen im Vorfeld der Gesetzgebung zum Bundesfreiwilligendienst.

Zinke weist darauf hin, dass es sich beim FSJ aus Sicht der Jugendlichen um ein geregeltes und bewährtes Verfahren handelt. Es sei daher kaum verwunderlich und seit langem vorhersehbar, dass zunächst der Zulauf zum FSJ als Alternative zum Bundesfreiwilligendienst steige, während die Nachfrage nach dem Bundesfreiwilligendienst nur langsam wachse.

Ergänzend erklärt die Staatssekretärin, dass es völlig inakzeptabel wäre, wenn - wie verschiedentlich berichtet - Mitarbeiter des Bundesministeriums sich als Jugendliche ausgeben und Träger des FSJ anfragen, um zu prüfen, ob diese den Bundesfreiwilligendienst im Kontakt mit interessierten Jugendlichen ausreichend bewerben.

In Berlin gibt es bisher jährlich ca. 2.100 Jugendliche, die ein Freiwilliges Jahr absolvieren. Zu den Einsatzfeldern gehören Krankenhäuser, Altenpflege, Behindertenbetreuung, Kinder- und Jugendhilfe, Sozialstationen, Heilpädagogik, Werkstätten für Behinderte, aber auch Sport- und Kultureinrichtungen. Beim Freiwilligen Ökologischen Jahr stehen Tier-, Pflanzen- und Landschaftspflege, Umweltpädagogik und technischer Umweltschutz im Fokus.


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