Zöllner fordert mehr wissenschaftliche Selbstkontrolle
Der Fall Guttenberg ist nach Auffassung von Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) kein Einzelfall, er ist nur besonders spektakulär.
20.02.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungNach Ansicht Zöllners, der auch Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) ist, sollte die Wissenschaft dies zum Anlass nehmen, einen weiteren Schritt zur Qualitätssicherung in der Wissenschaft zu machen, der z.B. über die Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) noch hinausgeht. Über weitere, für die unterschiedlichen Wissenschaftsbereiche jeweils adäquate Ansätze sollte nachgedacht werden.
Beispielsweise könnten Fördermittel mit der Auflage vergeben werden, stichprobenartig Kontrollexperimente und Zitationskontrolle durchzuführen. Auch eine Verpflichtung, Orginalprotokolle nach Veröffentlichung der wissenschaftlichen Arbeit ins Netz zu stellen, könnte zu mehr Sorgfalt anhalten, vor Fälschungen abschrecken und Plagiate erschweren.
Zöllner: "Wegen der zentralen Bedeutung der Wissenschaft für die Gesellschaft hat sie eine besondere Verantwortung zur Qualitätssicherung, die sie nur selbst in eigener Verantwortung gewährleisten kann."
Zöllner beabsichtigt, das Thema auch auf die Tagesordnung der GWK zu setzen.
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