Zugang zu statistischen Mikrodaten gefährdet

- Forschungsdatenzentren der amtlichen Statistik fehlt die dauerhafte finanzielle Absicherung. - Wissenschaft und Politikberatung benötigen Zugang zu statistischen Mikrodaten. - Der Statistische Beirat fordert den geregelten Zugang zu Mikrodaten finanziell abzusichern.

24.06.2008 Pressemeldung Statistisches Bundesamt (DESTATIS)

In seiner heutigen Sitzung hat der Statistische Beirat, das Nutzergremium der Bundesstatistik, die zuständigen Ministerien des Bundes und der Länder aufgefordert, die Forschungsdatenzentren der statistischen Ämter dauerhaft zu etablieren. Die Forschungsdatenzentren ermöglichen der Wissenschaft einen geregelten Zugang zu amtlichen Mikrodaten.

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben die statistischen Ämter seit dem Jahr 2001 probeweise Forschungsdatenzentren eingerichtet. "Damit haben sie der Wissenschaft und der forschungsbasierten Politikberatung Neuland erschlossen", so Professor Thomas Bauer, Vorstandsmitglied des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung Essen. Amtliche Mikrodaten sind besonders sensibel, gleichzeitig sind sie für die Wissenschaft von hohem Wert. Das Dienstleistungsangebot wurde bereits für mehr als 800 Forschungsprojekte genutzt. Die Forschungsdatenzentren gewährleisten durch Anonymisierung gesicherte Zugangsverfahren mit hohem Schutz der Einzeldaten.

Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Walter Radermacher, betont, dass damit die deutsche amtliche Statistik international eine vorbildliche Stellung einnimmt.

Die Forschungsdatenzentren sind bisher nicht dauerhaft finanziell abgesichert.

Weitere Auskünfte gibt:
Dr. Markus Zwick
Telefon: (0611) 75-4220
E-Mail:


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