"Wenn das Hessische Lehrerbildungsgesetz, das HLbG, wie von allen Parteien versprochen, noch 2008 novelliert wird, darf es nicht nur kosmetische Korrekturen geben. Grundlegende Änderungen sind notwendig", so Joachim Euler, Zuständiger für die Lehrerausbildung in der hessischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die GEW weist erneut nachdrücklich auf folgende gravierende Probleme hin. Die von allen Beteiligten kritisierten Organisationsmängel sind zu beheben und die ineffiziente bürokratische Modulstruktur ist zu entflechten. Vor allem ist der inhumane Prüfungsmarathon mit zwölf Modulprüfungen und vier Teilprüfungen in der Zweiten Staatsprüfung, insgesamt 16 Prüfungen, radikal zu reduzieren. Euler: "Arbeitsstress pur ist das negative Qualitätsmerkmal in der hessischen Lehrerausbildung." "Das reicht allerdings bei weitem nicht", wie Heike Lühmann, Mitglied des Hauptpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer beim Hessischen Kultusministerium (HPRLL), feststellte. "Vorrangig müssen die enorme Arbeitsverdichtung und Arbeitszeiterhöhungen in das Zentrum der Reform des HLbG gerückt werden."
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22.08.2008
Pressemeldung
GEW Hessen