145.000 Jugendliche beim deutsch-polnischen Jugendaustausch
Das Interesse von Jugendlichen am anderen Land wächst: Im vergangenen Jahr haben über 145.000 junge Menschen am deutsch-polnischen Jugendaustausch teilgenommen, das sind rund 10.000 mehr als ein Jahr zuvor. Das Deutsch-Polnische Jugendwerk hat dazu beigetragen, die polnischen Jugendlichen auf den EU-Beitritt vorzubereiten. Peter Ruhenstroth-Bauer, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erklärte anlässlich der Jahrestagung des 14. Deutsch-Polnischen Jugendrates in Düsseldorf: "Der Jugendaustausch trägt wesentlich zur Verständigung zwischen Deutschland und Polen bei. Gerade die junge Generation hat wachsendes Interesse am jeweils anderen Land." Das oberste Gremium des Deutsch-Polnischen Jugendwerks, das für den Jugendaustausch zwischen beiden Ländern zuständig ist, kommt heute und morgen unter der Leitung von Staatssekretär Peter Ruhenstroth-Bauer und seinem polnischen Amtskollegen Henryk Golebiewski zusammen. Der Jugendrat bilanziert die Aktivitäten des Jugendwerkes im Jahr 2004 und beschließt das Arbeitsprogramm und den Haushalt für das Jahr 2005.
10.03.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendIn 2005 stellen beide Länder zusammen 8,67 Millionen Euro für die Arbeit des Deutsch-Polnischen Jugendwerks zur Verfügung. Polen hat seinen Beitrag im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 500.000 Euro erhöht. Das aktuelle Programm des Jugendwerks steht im Zeichen des Deutsch-Polnischen Jahres 2005/2006, das auf Initiative der beiden Regierungen im Mai startet. Unter dem Motto "Jugend mittendrin" beteiligt sich das Jugendwerk am Deutsch-Polnischen Jahr. So richtet es zusammen mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk die die deutsch-polnisch-französische Kulturralley Tridem aus, die von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie dem Polnischen und Französischen Kulturministerium initiiert und gefördert wird. Unter dem Motto "Europa erfahren" reisen 100 Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahren vom 1. bis zum 12. Mai mit Autos von Paris über Berlin nach Warschau. Die Route verläuft entlang ausgewählter symbolträchtiger Orte Europas. Ein Brückenfest in Frankfurt/Oder und Slubice vom 8. auf den 9. Mai, an dem auch Kulturstaatsministerin Christina Weiss und der polnische Kulturminister Waldemar Dabrowski teilnehmen werden, bildet den Höhepunkt von Tridem und gleichzeitig den Auftakt zum Deutsch-Polnischen Jahr 2005/2006.
Wie in den vergangenen Jahren werden in 2005 durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk Programme im berufsorientierten Austausch, Begegnungen im grenznahen Raum und trilaterale Begegnungen gefördert. "Gerade auch die trilateralen Begegnungen mit den an die EU angrenzenden Ländern Ukraine, Weißrussland und Russland tragen dem gesellschaftlichen Wandel in Osteuropa Rechnung und fördern ein friedliches Europa", sagte der stellvertretende Bildungsminister der Republik Polen, Henryk Golebiewski.
Im Jahr 2004 hat das Deutsch-Polnische Jugendwerk rund 3.700 Projekte und Begegnungen im Austausch zwischen Schulen, Vereinen und Fachorganisationen gefördert. Ein Schwerpunktthema bildete der EU-Beitritt Polens - unter anderem mit der Initiative "Europäischer Frühling" und anderen Projekten zu politischen und gesellschaftlichen Themen.
Der Deutsch-Polnische Jugendrat tagt einmal im Jahr. Ihm gehören die für die Jugend zuständigen Minister beider Länder sowie je elf deutsche und polnische Mitglieder an, die das gesamte Spektrum der Jugendarbeit in beiden Ländern repräsentieren.
Weitere Informationen finden Sie unter www.dpjw.org.
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Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)
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