2. KULTURFORUM des Kultursenats Sachsen-Anhalt: Experten geben Impulse, die Chancen des demografischen Wandels zu nutzen

Mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die kulturelle Entwicklung in Sachsen-Anhalt beschäftigt sich das 2. KULTURFORUM des Kultursenats und des Kultusministeriums Sachsen-Anhalts. Es findet am 24. Oktober 2007 um 16 Uhr in der Magdeburger Johanniskirche statt. Ihre Teilnahme an der Podiumsdiskussion haben Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz; die Leiterin des IBA-Büros Stadtumbau 2010, Dr. Elke Mittmann; Kristina Volke von der Enquete-Kommission des Bundestages; Prof. Dr. Dietrich Mühlberg, Kultursenator des Landes Sachsen-Anhalt; Dr. Albrecht Göschel, bis 2006 Deutsches Institut für Urbanistik; Dr. Bernd Kregel, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Sachsen-Anhalt und Prof. Gunter Steinmann von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zugesagt.

19.10.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

"Der demografische Wandel bringt nicht nur Probleme mit sich, sondern bietet auch Chancen und Spielräume für kulturpolitische Gestaltung", sagt Norbert Wenner, Präsident des Kultursenates von Sachsen-Anhalt. In der Podiumsdiskussion soll aufgezeigt werden, welche Kulturbereiche besonders stark von der demografischen Entwicklung betroffen sind und welche kulturellen Aufgaben relativ unabhängig von demografischen Faktoren bestehen. Außerdem geht es um die Frage, welche neuen Aufgaben für die kulturelle Bildung aus den veränderten demografischen Bedingungen erwachsen. Laut der 3. regionalisierten Bevölkerungsprognose wird sich voraussichtlich in Sachsen-Anhalt der Anteil der Unter-20-Jährigen von 17,3 % (im Jahr 2004) auf 14,4 % (im Jahr 2020) verringern, während der Anteil der Über-65-Jährigen wahrscheinlich von 20,7 % (im Jahr 2004) auf 27,1 % (im Jahr 2020) anwächst. Mit dieser Entwicklung sind Herausforderungen für die (alterspezifische) Gestaltung des Kulturangebotes verbunden.

Der Kultursenat des Landes Sachsen-Anhalt will mit seinem 2. KULTURFORUM den kulturellen Akteuren des Landes Impulse geben, den demografischen Wandel bei ihren künftigen Handlungsstrategien zu berücksichtigen. Kultureinrichtungen könnten u.a. die verringerte Nachfrage der dezimierten einheimischen Bevölkerung durch verstärkte Attraktivität für Touristen kompensieren. Schon mit sehr konkreten und praktischen Projekten zum Stadtumbau befasst sich zum Beispiel die IBA 2010 in Sachsen-Anhalt. Schrumpfende Städte sind eine deutschlandweite, ja weltweite Herausforderung.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich zum KULTURFORUM eingeladen. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion besteht Gelegenheit, mit dem Minister, den Kultursenatoren sowie den Demografie-Experten ins Gespräch zu kommen.


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