20 000 Euro für den "Förderpreis der Kunstministerin" beim Dresdner Filmfest

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig, eröffnet heute Abend vor einem internationalen Publikum im Kino "Metropolis" das 17. Dresdner Filmfest. Mit 56 000 Euro ist es das höchst dotierte Kurzfilmfestival Europas. Die Sächsische Staatsregierung stiftet zum zweiten Mal den "Förderpreis der Kunstministerin". Er ist mit 20 000 Euro das höchste Preisgeld im Wettbewerb.

12.04.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Staatsministerin Barbara Ludwig: "Die öffentliche Filmförderung in Sachsen trägt Früchte: Der Preisträger des Vorjahres (Tobias Kipp) präsentiert in diesem Jahr seinen neuen Film Kasino 2001, finanziert aus dem Preisgeld 2004. Mit diesem Nachwuchspreis konnte das Filmfest Dresden eine wesentliche Lücke in der Festival-Landschaft schließen und sich im Bereich der Nachwuchsförderung national etablieren."

Zu den öffentlichen und privaten Förderern und Preisstiftern gehören neben dem Freistaat Sachsen und der Stadt Dresden die Europäische Kommission, die Kulturstiftung Sachsen, die Mitteldeutsche Medienförderung, die DEFA-Stiftung sowie erstmals die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. "Das ist die ausdrückliche Anerkennung der besonderen Qualität dieses Festivals", so Staatsministerin Barbara Ludwig.

Das Internationale Festival für Animations- und Kurzfilm in Dresden, das 1988 als Idee einer kleinen Stadtteil-Filmschau geboren wurde, ist unter den vergleichbaren deutschen Filmfestivals zum innovativen Wegbereiter und zum Publikumsmagneten gleichermaßen geworden: 19 000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten im Vorjahr das Festival, drei Mal so viel wie noch 1996. In diesem Jahr können die Besucher 99 Animations- und Kurzfilme, die von 1600 Filmen aus 66 Ländern für den internationalen und nationalen Wettbewerb um die Goldenen Reiter nominiert wurden, sehen.

Als "Quelle und Garant für die große Ausstrahlung des Filmfestes" bezeichnete die Kunstministerin die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit den sächsischen Filminstitutionen, insbesondere dem deutschen Institut für Animationsfilm e.V., dem Filmverband Sachsen e.V. und der Medienklasse von Professor Lutz Dammbeck an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt mit einer gezielten Förderpolitik das Entstehen neuer künstlerischer Werke in allen Sparten: durch die Förderung des Nachwuchses mittels Preisen und Stipendien sowie durch die institutionelle Förderung von Einrichtungen und Verbänden, die auf besondere Weise mit ihrer Arbeit zum Entstehen und zur Verbreitung zeitgenössischer Kunst beitragen. Im Bereich Film sind dies neben dem Filmfest Dresden weitere fünf Institutionen. Der Haushaltesentwurf der Landesregierung sieht allein für die institutionelle Förderung des Filmbereichs 2005 ca. 560 000 EUR vor.


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