300 Veranstaltungen bei der 1. Nacht des Wissens in Hamburg

Am Sonnabend, dem 29. Oktober 2005, wird in Hamburg die erste Nacht des Wissens gefeiert. 28 Hochschulen, Forschungsinstitute und andere wissenschaftliche Einrichtungen präsentieren von 18.00 bis 1.00 Uhr Wissenschaft zum Anfassen und Mitmachen.

28.09.2005 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg
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Die Nacht des Wissens wird von der Nordmetall-Stiftung mit 100.000 Euro unterstützt. Shuttle-Busse und Barkassen bringen Entdeckungsreisende durch die Welt der Wissenschaft zu den unterschiedlichen Schauplätzen, wo die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm erwartet. Experimente, Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen, Spiele, Führungen und Präsentationen - insgesamt rund 300 Veranstaltungen laden zum Zuschauen, Zuhören und Mitmachen ein!

Im Bernhard-Nocht-Institut können Besucher zum Beispiel gefahrlos ihre Anziehungskraft auf Stechmücken testen lassen. Die Mitternachtsvorlesung "Von SARS bis Vogelgrippe" informiert über Fakten und Hintergründe von Infektionskrankheiten. An der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg können Besucher mit einem realen Ball auf virtuelle Dosen werfen. An der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) wird Autor Frank Schätzing eine Multimedia-Show zu seinem Bestseller "Der Schwarm" zeigen - und verraten, welche wissenschaftlichen Phänomene ihn zu seinem Wissenschafts-Thriller inspiriert haben. Auf der Barkassenfahrt von den Landungsbrücken zur TUHH gibt es Vorträge mit Wissenswertem über Hafen und Hochwasserschutz.

Eine botanische Entdeckungsreise für Nachtschwärmer bietet die Universität Hamburg in den Tropenhäusern im Alten Botanischen Garten und im Hauptgebäude der Universität diskutiert Islam-Experte Prof. Dr. Udo Steinbach mit Gästen über das Thema "Islam und Demokratie - (k)ein Widerspruch?". Auf dem Domplatz zeigen Archäologen, was auf der Suche nach der Hammaburg bereits zu Tage gefördert wurde. Einen Sprachkurs in der Kedelkloppersprook, die einst im Hamburger Hafen als Geheimsprache der Arbeiter galt, gibt es im KörberForum in der HafenCity. Wie "gefühltes Recht" von der Rechtsprechung abweichen kann, zeigen Studierende der Bucerius Law School in einer nachgestellten Gerichtsverhandlung mit anschließender Diskussion. Am DESY können die Interessierten die Experimentierstationen des weltweit einmaligen Röntgenlasers VUV-FEL besichtigen und die Faszination der Forscher an dieser "Lichtquelle der Superlative" teilen. Im Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften können die Zuschauer das Eintauchen in die virtuelle Welt anhand eines Klimamodells in 3D erleben - mit der VirtualReality-Brille wird die Perspektive durch die Blickrichtung gesteuert.

Die Hochschule für Musik und Theater zeigt, wie das Hamburger Wetter die audiovisuelle Installation "Sonnenfalle" dirigiert. Auf eine Reise in die Nanowelt möchte das Heinrich-Pette- Institut seine Besucher mitnehmen und ihnen damit neue Dimensionen erlebbar machen. Ebenfalls in fremde Dimensionen lädt das Planetarium mit der "Expedition Starship - Suche nach Außerirdischen" ein. Und wie Laserstrahlen einen alten Ölschinken wieder in frischem Glanz erstrahlen lassen, zeigt die Helmut-Schmidt-Universität. So viel Wissen muss gefeiert werden: Die große Abschlussparty steigt ab 23.00 Uhr im Westflügel der Universität Hamburg.

Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D.: "Wissenschaft ist für alle da; sie will sich nicht im Elfenbeinturm einschließen. Deshalb begrüße ich es sehr, dass 28 wissenschaftliche Einrichtungen in Hamburg gemeinsam ein so umfangreiches Programm auf die Beine stellen. Hamburg beweist einmal mehr seine Leistungsfähigkeit als Metropole des Wissens. Die Nacht des Wissens zeigt auch die große Bedeutung von Wissenschaft und Forschung. Den beteiligten Einrichtungen danke ich für ihr Engagement ebenso herzlich wie der Nordmetall- Stiftung für ihre Unterstützung."

Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz: "Hamburg ist ein breit aufgestellter Wissenschaftsstandort. Mit über 300 Veranstaltungen belegen Hamburgs wissenschaftliche Einrichtungen eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit und ihren Willen, Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich hoffe, dass die Hamburgerinnen und Hamburger sich begeistern lassen von dem, was Forschung - in all ihrer Vielfalt - hier in der Stadt leistet."

Dr. Thomas Klischan, Vorstand der Nordmetall-Stiftung: "Ziel der Anfang 2004 gegründeten Nordmetall-Stiftung ist die dauerhafte Stärkung der norddeutschen Region. Mit der Förderung von Bildung, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Sozialem wollen wir zukünftige Generationen unterstützen und in sie investieren. Wir freuen uns, als Hauptförderer der Nacht des Wissens einen Beitrag zu leisten, damit der notwendige Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit noch weiter intensiviert wird. Wir hoffen sehr, dass diese Nacht der Auftakt für jeden von uns ist, sein Wissen um das Wissen zu verstärken."

Die Nacht des Wissens soll insbesondere auch Familien ansprechen, in Hochschulen und Labors hinter die Kulissen zu blicken. Deshalb ist der Eintritt für Kinder unter 16 Jahren frei. Tickets für die Nacht des Wissens gibt es für 7 Euro im Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen und bei vielen der teilnehmenden Einrichtungen. An der Abendkasse kosten die Karten 10 Euro ohne Ermäßigungsnachweis bzw. 8 Euro für Schüler, Studierende, Zivil- oder Wehrdienstleistende, Arbeitslose und Behinderte. Die Tickets gelten für eine Fahrt zu den Veranstaltungsorten im Großbereich des HVV und zurück, für die Shuttle-Linien (Busse und Barkassen) und beinhalten den Eintritt zu allen teilnehmenden Häusern.

Speisen und Getränke werden an fast allen Veranstaltungsorten angeboten.

Das vollständige Programm und weitere Informationen über die Nacht des Wissens - gefördert von der Nordmetall-Stiftung gibt es im Internet unter www.nachtdeswissens.de.


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