73. Jahrestag der Bücherverbrennung
Am 10. Mai jährt sich der Tag der Bücherverbrennung im Nationalsozialismus zum 73. Mal. Studenten, Professoren und Organe der Nazis zerstörten damals einen wichtigen und großen Teil der deutschen Kultur. Sie errichteten in vielen Städten Deutschlands Scheiterhaufen und warfen Bücher unerwünschter Autoren in die Flammen. Die Bücherverbrennung war ein Signal für viele Schriftsteller, Deutschland zu verlassen und ins Exil zu gehen.
09.05.2006 Pressemeldung Börsenverein des Deutschen BuchhandelsDer Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Dr. Gottfried Honnefelder, weist aus Anlass dieses Tages auf die Bedeutsamkeit des Grundrechts der freien Meinungsäußerung hin: "Seit seiner Gründung im Jahr 1825 hat der Börsenverein auf vielfältige Weise zum Erhalt der Literatur und zu ihrer Verbreitung beigetragen. Grundvoraussetzung dafür ist die Freiheit des Wortes. Sie ist ein kostbares Gut, das sollten wir uns stets vor Augen führen. Für viele Menschen ist sie mehr Traum als Wirklichkeit, denn noch heute werden in vielen Teilen der Welt Autoren, Übersetzer, Verleger und Buchhändler an der Ausübung ihres Berufes gehindert und bedroht."
Nur wenige Wochen nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde am 10. Mai 1933 Literatur von Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich Mann, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und vielen anderen Autoren verbrannt.
Ansprechpartner
Börsenverein des Deutschen BuchhandelsGroßer Hirschgraben 17-21
60311 Frankfurt am Main
Web: http://www.boersenverein.de
Keine Kommentare vorhanden