Acht Chöre aus Sachsen-Anhalt erhalten von Kultusminister Olbertz die Zelter Plakette

Der diesjährige Festakt zur Überreichung der Zelter und PRO MUSICA Plaketten findet am 29. Mai 2005 um 16.00 Uhr im Kurhaus Bernburg statt. Die feierliche Verleihung der Auszeichnungen wird Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz vornehmen. Am 6. März 2005 wurden die diesjährigen Plaketten vom Bundespräsidenten Horst Köhler in Marktoberdorf überreicht. Bundesweit wurden in diesem Jahr 167 Chöre mit der Zelter-Plakette und 46 Musikvereine mit der PRO MUSICA-Plakette geehrt. In Sachsen-Anhalt sind es acht Chöre aus Westdorf, Opperode, Dedeleben, Dardesheim, Schönebeck, Eichenbarleben, Osterhausen und Aken, die heute die vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung aus den Händen von Minister Olbertz erhalten. Dazu kommt erstmals in diesem Jahr die Verleihung der PRO MUSICA-Plakette an das Erste Hallesche Bandonionorchester.

27.05.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Olbertz dankte den Musikern für ihr musikalisches Wirken. Mit ihrer überwiegend ehrenamtlichen Tätigkeit leisteten sie einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Ausgestaltung des kulturellen Lebens der Städte, Gemeinden und Regionen unseres Landes. Olbertz: "Die Laienmusik ist ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Geschehens, in dem sich neben der Pflege und Entwicklung des traditionellen Chorliedgutes immer mehr alternative Aufführungsformen, zeitgemäße Werkinterpretationen und Klangideale entwickelten. Sieben Millionen Menschen in Deutschland musizieren oder singen in Chören, Orchestern, Spielmannsgruppen, etwa die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Die meisten von ihnen sind keine Profis, sondern Laien."

Um die Laienmusik zu fördern, wird seit 1956 vom Bundespräsidenten die "Zelter-Plakette" für Laienchöre verliehen, die mindestens 100 Jahre alt sind; und seit 1968 die "PRO MUSICA"-Plakette für mindestens 100 Jahre alte Musikvereinigungen. Seit 1971 ist es Tradition, die Ehrung der auszuzeichnenden Chöre und Musikvereine in einem zentralen Festakt jeweils am Wochenende zum Sonntag Laetare - drei Wochen vor Ostern - Tage der Laienmusik zu begehen. In Sachsen-Anhalt hat sich seit 2000 als traditionell entwickelt, den Festakt jeweils am letzten Sonntag im Mai, dem Tag des Liedes, zu veranstalten.

Zu Ihrer weiteren Information:

Carl Friedrich Zelter, der Namensgeber für die Chor-Auszeichnung, wurde am 11.12.1758 in Berlin geboren. Er erlernte den Beruf seines Vaters und wurde Maurermeister. Gleichzeitig bildete er sich auch musikalisch aus (Violine, Dirigieren, Komposition). 1791 wurde er Mitglied des Singvereins von Carl Friedrich Fasch, er vertrat diesen und wurde 1800 Nachfolger seines Lehrers als Leiter der inzwischen "Berliner Singakademie" genannten Chorvereinigung. Zelter wurde 1806 Ehrenmitglied der Königlichen Akademie der Künste und 1809 zum Professor ernannt. Durch seine Initiative erhielt die Singakademie 1827 ein eigenes Gebäude. Eine umfassende musikalische Tätigkeit in verschiedenen Bereichen und Wirkungsorten prägten sein Leben. Von über 200 Lieder- und Chorkompositionen - u. a. "Der König von Thule", "Herr Urian" - sind viele bis heute im Repertoire der Chöre zu finden. Am 15.5.1832 starb Zelter in seinem Geburtsort Berlin.


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