Ahnen: Messe als Markt der Möglichkeiten für Ganztagsschulen

"Die Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz ist offenkundig sehr attraktiv für außerschulische Organisationen, die pädagogische Angebote machen wollen. Und diese Angebote sind für die neuen Ganztagsschulen ganz eindeutig sehr interessant." Das stellte Bildungsministerin Doris Ahnen bei der Eröffnung der "2. Messe der außerschulischen Partner der Ganztagsschulen in Angebotsform" in Bad Kreuznach fest und verwies darauf, dass sich zu der Messe aus dem ganzen Land nicht nur 32 Anbieter von Ganztagsschulprogrammteilen sondern auch mehr als 200 Interessierte aus mehr als 70 Ganztagsschulen in Angebotsform angemeldet hatten.

07.06.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Das sei ein deutlicher Hinweis, dass die Messe der außerschulischen Partner der Ganztagsschulen auch in diesem Jahr ein Erfolg werde, sagte Bildungsministerin Ahnen. Bei der ersten Messe 2003 war der Besuch letztlich mehr als doppelt so groß wie die Zahl der Anmeldungen. "Berücksichtigt man zudem, dass das Ministerium, die Schulaufsicht, das Pädagogische Zentrum Rheinland-Pfalz (PZ), das Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung (IFB) und das Landesmedienzentrum auf der Messe auch noch gezielte Beratungen anbieten, kann man diese Veranstaltung sicherlich als eine zentrale Informationsbörse unseres Ganztagsschulprogramms bezeichnen."

Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sei nicht nur ein Beitrag zur Öffnung von Schule und damit zu einer Vertiefung der Beziehungen zwischen den Schulen und ihrem lokalen sowie regionalen Umfeld, sagte Doris Ahnen. Diese Kooperation stoße auch bei den Eltern von Ganztagsschülerinnen und -schülern auf sehr viel Zustimmung. Wie die jüngste Studie der Münchener Gesellschaft für Politik- und Sozialforschung POLIS gezeigt habe, bezeichneten zwei Drittel aller Eltern den Einsatz außerschulischer Fachkräfte in den neuen Ganztagsschulen als Gewinn. Aus den Kollegien der Schulen und aus der Schülerschaft gebe es zudem ebenfalls sehr viele positive Rückmeldungen zu dem Angebot der außerschulischen Partnerorganisationen.

Die Bildungsministerin betonte, das Angebot werde dabei immer breiter und interessanter. Ob im Bereich der Sport-, der Musik-, der Umwelt-, der Gesundheits- oder der Medienerziehung, ob bei Angeboten, die einen engen und praktisch orientierten Bezug zum späteren Berufsleben herstellten, oder Zusatzangeboten für besondere Talente beispielsweise im Theaterspiel oder beim Schach - überall gebe es mittlerweile sehr qualifizierte Anbieterinnen und Anbieter zur Ergänzung des pädagogischen Angebots von Ganztagsschulen. Wie reizvoll eine solche Zusammenarbeit auch für die Organisationen und Institutionen sei, zeige nicht nur die jetzige Messe in Bad Kreuznach, sondern auch die Tatsache, dass noch in dieser Woche das Bildungsministerium die 18. Rahmenvereinbarung für die Zusammenarbeit in Ganztagschulen mit einer landesweiten Institution unterzeichnen werde. "Zusammen mit der individuellen Förderung durch Lehrkräfte, die nach den Vorgaben mehr als die Hälfte des Zusatzangebotes ausmachen, tragen die außerschulischen Partner zu einer gelungenen Mischung in den Ganztagsschulen bei", sagte Bildungsministerin Ahnen. "Das zeigt auch diese Messe. Sie ist für die Schulen ein hervorragender Markt der Möglichkeiten!"


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