Ahnen: Neue Agentur bringt Qualitätsentwicklung von Schulen voran

"Die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität von Schule in Rheinland-Pfalz erhält einen weiteren Schub und die Schulen im Land haben offenkundig ein hohes Interesse an dem neuen Unterstützungsangebot der neu gegründeten Agentur Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen (AQS) für ihre eigene Arbeit." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute in Mainz und verwies darauf, dass 47 Schulen aus allen Schularten und aus den verschiedenen Regionen des Landes von sich aus angeboten haben, als "Pilotschulen" bei der Entwicklung und Erprobung von Evaluationsinstrumenten und -verfahren der AQS mitzuwirken.

06.01.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Alle schulischen Gremien dieser Pilotschulen – also neben den Schulleitungen und Lehrerkollegien auch die Eltern- und die Schülervertretungen – haben dabei die Gelegenheit, sich an der Entwicklung der neuen Verfahren und Instrumente zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung zu beteiligen", sagte Doris Ahnen.

"Von Anfang Februar an werden die 47 ,Pilotschulen´ in Zusammenarbeit mit der AQS einzelne Evaluationsinstrumente erproben", kündigte Bildungsministerin Ahnen an. Auf der Basis eines von den pädagogischen Serviceeinrichtungen des Landes entwickelten Qualifizierungskonzepts beginne im März die systematische Schulung von zwölf AQS-Evaluationsteams. Ab Mai werde dann von den AQS-Teams mit einer kleineren Zahl von "Pilotschulen" das gesamte Verfahren durchlaufen. Beginnend mit dem Schuljahr 2006/2007 sollten innerhalb von drei Jahren alle 1.604 staatlichen Schulen von den AQS-Evaluierungsteams besucht werden.

Für die 26 Stellen in der neuen Agentur hatten sich mehr als 400 Frauen und Männer beworben. Die Bildungsministerin betonte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AQS, die alle über Erfahrungen in Schulen, Schulleitungen und/oder in der Schulberatung verfügten, würden bei ihrer künftigen Arbeit zudem durch weitere Praktikerinnen und Praktiker aus Schulleitungen und Schulberatung unterstützt.

Bei der Auswahl der Instrumente und bei der Konzeption des Evaluationsverfahrens stütze sich die AQS zum einen auf Erfahrungen in anderen Bundesländern und anderen Staaten, zum anderen auf Fachwissen und Vorschläge des AQS-Beirats, der aus Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft, Elternschaft und Schulpraxis, von Gewerkschaften, Verbänden und Personalvertretungen sowie der pädagogischen Serviceeinrichtungen des Landes, der Schulaufsicht und des Ministeriums beteiligt sind. Bildungsministerin Ahnen unterstrich: "Die Arbeit der AQS wird sich an der schulischen Wirklichkeit vor Ort und am Nutzen für die einzelne Schule orientieren. Ich bin sicher, dass damit nicht nur wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung der einzelnen Schulen gegeben werden, sondern dass damit auch ein wertvoller Beitrag zur Qualitätsentwicklung des Gesamtsystems Schule geleistet wird."


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