Arbeitsstipendien an Thüringer Autoren vergeben

Die Literaturstipendiaten des Thüringer Kultusministeriums für das Jahr 2006 stehen fest. Aus 17 eingegangenen Anträgen hat sich die unabhängige Jury für vier literarische Vorhaben mit Förderungen zwischen zwei und sechs Monaten zu jeweils 750 Euro ausgesprochen. Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) beglückwünscht die vier Stipendiaten: "Die Stipendien an die Autorinnen und Autoren bedeuten nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sie sind vielmehr eine Wertschätzung des bisherigen Schaffens und ein Ansporn für weitere kreative Leistungen."

23.03.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Für die Arbeit an ihrem Lyrik-Debutband wird Anja Nioduschewski aus Sondershausen für sechs Monate gefördert. Die Jury lobte die sehr guten und dichten lyrischen Texte, die sprachlich genau funktionieren und mit einem frischen Blick Sehen und Denken anregen. Ein dreimonatiges Stipendium erhält Elisabeth Dommer aus Altenburg für die Arbeit an ihrem historischen Roman "Schatten des Turms". Hier würdigte die Jury die guten Dialoge und den handwerklich ausgereiften Erzählstil. Für zwei Monate wird Roland Gräßler aus Wandersleben mit einem Stipendium unterstützt. Sein Vorhaben "Die Münz- und Medaillenprägung des Herzogs Christian von Sachsen-Eisenberg" lobte die Jury als ambitioniert und lebendig. Das Projekt zeichnet sich durch eine hervorragende und auch dem Laien verständliche Sachprosa aus. Christof Bußejahn aus Weimar erhält ebenfalls ein zweimonatiges Stipendium für sein Lyrik-Projekt. Die Texte stehen in der Nachfolge Paul Celans, streben dabei aber den ganz eigenen Ton an und stellen sich mit ihrer hermetischen Dichte gegen den Zeitgeist schneller Konsumierbarkeit.

Die Förderstipendien für Thüringer Autorinnen und Autoren sollen es den Schriftstellern ermöglichen, sich über einen bestimmten Zeitraum ausschließlich ihrem literarischen Werk zu widmen. Mit den Stipendien sollen auch junge Autoren in ihrem künstlerischen Schaffen ermutigt werden. Die Vorhaben sollten sich durch künstlerische Eigenständigkeit, Kreativität, Originalität und Authentizität auszeichnen. Wer sich für ein Arbeitsstipendium bewerben möchte, kann dies wie in jedem Jahr bis zum 31. Oktober tun. Die Arbeitsstipendien beschränken sich auf die Autorinnen und Autoren, die ihren Hauptwohnsitz im Freistaat Thüringen haben. Einzureichen sind Lebenslauf, Bibliographie, Beschreibung des schriftstellerischen Vorhabens und eine Leseprobe. Die Anträge sind zu richten an das Thüringer Kultusministerium, Werner-Seelenbinder-Straße 7, 99096 Erfurt.


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