Ausstellung "Jud Süß - Propagandafilm im NS-Staat" des Hauses der Geschichte eröffnet
Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Dietrich Birk, hat anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Jud Süß - Propagandafilm im NS-Staat" des Hauses der Geschichte die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur hervorgehoben.
13.12.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg"Es ist der Landesregierung ein Anliegen, gerade in den nachwachsenden Generationen das Bewusstsein über die nationalsozialistische Gewaltherrschaft weiterhin zu verankern. Ausstellungen wie diese leisten dazu einen wesentlichen Beitrag", sagte Staatssekretär Dr. Birk am 13. Dezember in Stuttgart.
Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken und Archive können nach Birks Worten wichtige Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit leisten und gegen das Vergessen wirken. "Die Ausstellung vermittelt wichtige Informationen über die gefährlichen Mechanismen, mit denen Medien für Propagandazwecke instrumentalisiert werden können. Ich wünsche dem Haus der Geschichte zahlreiche Besucher, insbesondere viele Jugendliche", sagte der Staatssekretär. Die Aufbereitung dieses Themas sei ein Beweis für die thematische Breite des Hauses der Geschichte.
Birk verwies auf das zentrale Anliegen der Landesregierung, die historischen Gedenkstätten im Land zu fördern. Hierbei komme insbesondere denjenigen, die an die Verfolgung und den Widerstand im Nationalsozialismus erinnern, große Bedeutung zu. "Die Erinnerungsstätte für die Brüder Claus und Berthold Schenk Graf von Stauffenberg im Stuttgarter Alten Schloss ist hierfür ein weiteres Beispiel."
Die Ausstellung "Jud Süß - Propagandafilm im NS-Staat" ist vom 14. Dezember 2007 bis zum 3. August 2008 im Haus der Geschichte zu sehen. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm aus Vorführungen, Vorträgen und Gesprächen. In der Schau wird der Film in einzelne Szenen, Sequenzen und Bildausschnitte zerlegt. Sie wurden so ausgewählt, dass die propagandistischen Elemente des Films sichtbar und nachvollziehbar werden.
Weitere Informationen: www.hdgbw.de
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