Bayerische Förderprogramme zeigen Erfolg

Die großen Anstrengungen Bayerns, Kindern mit Migrationshintergrund einen möglichst guten Erwerb von Kompetenzen in der Schule zu ermöglichen, schlagen sich in den im Bundesvergleich günstigen Daten des Freistaats in der PISA-Studie 2003 nieder. Sie waren gestern nochmals eigens von der OECD vorgestellt worden.

17.05.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Im Vergleich der deutschen Länder erwerben Kinder mit Migrationshintergrund sowohl in Mathematik, Naturwissenschaften, Lesen und Problemlösen in Bayern die besten Kompetenzen. Danach folgen unmittelbar die Kinder in Baden Württemberg, das ebenso wie Bayern ein klar gegliedertes Schulsystem aufweist. Dagegen liegen Kinder mit Migrationshintergrund in einigen Ländern im Norden Deutschlands zum Beispiel im Fach Mathematik beim Wissens- und Kompetenzerwerb sogar fast um ein Jahr zurück. Ein Jahr Rückstand haben auch Kinder mit Migrationshintergrund in Ländern, in denen Gesamtschulen die Bildungslandschaft wesentlich bestimmen, in den Naturwissenschaften gegenüber ihren Mitschülern in Bayern. Ähnliche Werte ergeben sich auch im Lesen und beim Problemlösen.

Dabei spielen die in Bayern praktizierte Frühförderung in Deutsch mittels der Vorkurse, die zum laufenden Schuljahr sogar von 40 auf 160 Stunden ausgeweitet wurden, und die Sprachlernklassen - künftig Deutsch-Förderklassen - eine zentrale Rolle. Rund 800 Lehrerstellen werden in Bayern allein zur Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund eingesetzt.


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