Beck/Ahnen: Schülerinnen und Schüler jobben für Ruanda - Aktion Tagwerk am 13. Juli
Der Countdown läuft. Am 13. Juli werden erneut etwa 60.000 Schülerinnen und Schüler im ganzen Land bei der "Aktion Tagwerk" für einen guten Zweck Brötchen verkaufen, Akten kopieren, Treppen schrubben, Gärten ausmisten, Einkaufstüten schleppen oder andere Arbeiten verrichten. Ministerpräsident Kurt Beck sowie Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen, in deren Häusern auch dieses Jahr wieder "Tagwerkerinnen" und "Tagwerker" arbeiten werden, appellierten an alle "Arbeitgeber" - ob nun Unternehmen, Verwaltungen oder Privatpersonen - die jungen Menschen aus den bislang an der Aktion teilnehmenden 251 Schulen bei ihrem Einsatz für das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda zu unterstützen.
09.07.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz"Ich finde es wirklich lobenswert, wie sich die Schülerinnen und Schüler in den verschiedensten Projekten für ihre Altersgenossen in den Ländern der so genannten Dritten Welt engagieren. Deshalb habe ich auch in diesem Jahr gerne die Schirmherrschaft über die ,Aktion Tagwerk´ in Rheinland-Pfalz übernommen", sagte Ministerpräsident Beck und betonte, durch solche aktive Mithilfe könnten spürbare, konkrete Verbesserungen in Ruanda erreicht werden. Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen unterstrich: "Nachdem im vergangenen Jahr schon rund 64.000 Schülerinnen und Schüler insgesamt 620.000 Euro ,erarbeitet´ haben, ist es jetzt schon mehr als eine Hoffnung, dass die Aktion Tagwerk auch in diesem Jahr wieder auf eine große Resonanz stoßen wird." Mit dem "Tagelohn" des Jahres 2003 habe die Hilfsorganisation Human Help Network (HHN) beispielsweise drei Straßenkinderprojekte, ein Waisenhaus und eine neue Grundschule unterstützen können. Zudem sei in das Projekt "Räder für Ruanda" investiert werden, das jungen Menschen den Aufbau einer Existenz als Fahrradtaxifahrer ermöglicht, resümierten Beck und Ahnen.
Die Schülerinnen und Schüler werden am 13. Juli für einige Stunden jobben oder sich auf andere Weise für Kinder- und Jugendprojekte in Ruanda engagieren und werden dafür vom Unterricht freigestellt. Den Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind keine Grenzen gesetzt. Ältere Schülerinnen und Schüler suchen sich für einen Tag eine bezahlte Arbeit und sind dabei selbstverständlich versichert. Die jüngeren Schülerinnen und Schüler, die noch nicht arbeiten dürfen, veranstalten beispielsweise einen Solidaritätsmarsch "Go for Ruanda" (hier erhalten sie pro gewanderten Kilometer von Sponsoren oder Verwandten Geld) oder organisieren im Klassenverband Basare, einen Kuchenverkauf oder Büchermärkte. Viele Grundschüler verkleiden sich als "Dreckteufelchen" und säubern zusammen ein Waldstück oder den Dorfplatz.
Mit dem gesammelten Geld sollen in diesem Jahr neben den Straßenkinderzentren Intiganda und Nyampinga, dem Waisenhaus in Save, und dem Ausbildungsprojekt "Räder für Ruanda" auch der Bau einer Berufsschule in Muramba und der Bau der Grundschule Nkomera unterstützt werden. Als Dankeschön für die "Tagelöhner" gibt es von der "Aktion Tagwerk" am 27. August ein Benefizkonzert auf der Zitadelle in Mainz mit der Band "Wir sind Helden".
"Aktion Tagwerk" wurde von der Hilfsorganisation Human Help Network (HHN) ins Leben gerufen und fand am 15. Juli 2003 erstmals an rheinland-pfälzischen Schulen statt. Neben Schulen in Rheinland-Pfalz beteiligen sich in diesem Jahr auch Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen und in Brandenburg an der Aktion. Im kommenden Jahr wird sich Berlin anschließen, Sachsen sowie Bayern haben schon Interesse an der "Aktion Tagwerk" gezeigt.
Weitere Informationen bei der "Aktion Tagwerk" unter der Telefonnummer 06131/237032 melden oder unter www.aktion-tagwerk.de .
Keine Kommentare vorhanden