"Begegnungen" mit China

Ob die legendäre Tonarmee des ersten Kaisers von China oder die Fahndung nach kosmischen Röntgenquellen im Mittelpunkt steht, ob nach Krankheitsgenen gesucht oder das Stickstoffproblem erforscht wird, ob es um die "Fließbandproduktion" chinesischer Kunst oder das Hochwasser am Yangtze geht - auf vielfältige Weise arbeiten deutsche und chinesische Wissenschaftler zusammen.

07.04.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

In Rahmen einer Ausstellung des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung in Peking präsentiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Ergebnisse dieser erfolgreichen Zusammenarbeit. Unter dem Titel "Begegnungen" werden vom 8. April bis 13. Mai 2005 im Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Saarlandes eine Reihe erfolgreicher Forschungsprojekte der vergangenen 20 Jahre vorgestellt und die Entwicklung der chinesisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen dargestellt.

Der wissenschaftliche Austausch zwischen beiden Ländern blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bedeutende Namen markieren den Weg von den Anfängen im 16. Jahrhundert bis in unsere Tage. Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz und der Jesuit Adam Schall von Bell auf der einen, Kaiser Kangxi und der Mandarin Xu Guangqi auf der anderen Seite begründeten eine chinesisch-deutsche Tradition, die von vielen großen Forschern über die letzten Jahrhunderte hinweg fortgeschrieben wurde.

Seit dem Jahr 2000 ist es die Aufgabe des "Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung" in Peking - eine gemeinsame Gründung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ihrer chinesischen Partnerorganisation, der National Natural Science Foundation of China (NSFC) -, diese Kooperationen weiter zu vertiefen. Die fachliche Zusammenarbeit zwischen Forschern beider Länder wird durch die Finanzierung einer ganzen Reihe von Aktivitäten unterstützt. Das Förderspektrum des Zentrums umfasst die Grundlagenforschung im Bereich der Natur-, Bio- und Ingenieurwissenschaften sowie unter besonderen Voraussetzungen - auch die Sozial- und Geisteswissenschaften.

Saar Universität betreibt gemeinsames Forschungslabor mit derUniversität in Shanghai

Seit dem Jahr 2002 sind die Jiao Tong Universität Shanghai und die Universität des Saarlandes durch ein Kooperationsabkommen verbunden. In diesem Jahr haben beide ein gemeinsames Forschungslabor gegründet und damit die Zusammenarbeit langfristig gesichert. Professor Huanye Sheng, Shanghai, und Professor Hans Üzkoreit, Saarbrücken, leiten das neue Labor gemeinsam. Ein Schwerpunkt der anwendungsorientierten Forschung werden Softwaresysteme für die Informationssuche, aufbereitung und -nutzung im Internet sein. Dazu gehören beispielsweise auch Programme, die aus großen Textmengen zielgerichtet relevante Informationsschlüssel heraussuchen und - wie in einem Puzzle - zu einer Datenbank mit den wichtigsten Fakten zusammensetzen. Ein weiterer Schwerpunkt in der saarländisch-chinesischen Forschung sind Programme zur Überprüfung von Texten auf Korrektheit in Terminologie, Grammatik und Stil.

Die Ausstellung "Begegnungen" wird am Donnerstag, 7. April, um 18 Uhr, von DFG-Vizepräsident Prof. Dr. Jürgen Nehmer und dem Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Saarlandes, Jürgen Schreier, eröffnet. In seinem Festvortrag geht der Saarbrücker Physiker Prof. Dr. Uwe Hartmann der Frage nach, ob uns die Nanotechnologie an die Schwelle zu einer neuen industriellen Revolution führt.

Öffnungszeiten:

Montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr;
Christi Himmelfahrt geschlossen;
Eintritt frei
Zur Ausstellung erscheint ein kostenloser Katalog.


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