Berufsakademie Sachsen ist ein Erfolgsmodell

Die Berufsakademie Sachsen ist ein zukunftsfähiges Erfolgsmodell. Zu diesem Schluss kommt die "Untersuchung einer effektiven und effizienten Struktur der Berufsakademie (BA) Sachsen", die die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig, heute dem Kabinett vorstellte.

13.12.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hatte im vergangenen Jahr in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit ein Projektteam mit der wissenschaftlichen Studie beauftragt. Ziel war, den Stand der Ausbildung an den Staatlichen Studienakademien und bei den Praxispartnern zu analysieren. Anlass für die Studie waren gesunkene Aufnahmekapazitäten an den BA´s, verursacht durch stagnierende Zuwendungen.

Der Bericht kommt zu eindeutigen Aussagen:

  • Die Berufsakademie ergänzt mit ihren sieben Standorten das Studienangebot der Hochschulen durch eine Ausbildung, die den Bedürfnissen der Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Einrichtungen in besonderem Maße entspricht.

 

  • Trotz des demographischen Wandels wird in den kommenden Jahren eine leicht steigende Tendenz des Bedarfs der Wirtschaft an BA-Absolventen prognostiziert. Viele kleine und mittelständische Unternehmen decken ihren Bedarf an Fachkräften mit BA-Absolventen, an deren Ausbildungen sie im Regelfall bereits als Praxispartner beteiligt waren.

 

  • Die BA Sachsen ist eine leistungsfähige Bildungsinstitution: Vermittlungsquote in den 1. Arbeitsmarkt über 70 Prozent (unmittelbar nach Studienabschluss 2004), kurze Studienzeiten (drei Jahre) und geringe Einarbeitungszeiten, niedrige Ausbildungskosten (durchschnittlich 3.400 Euro pro Student und Jahr).

Das SMWK hat auf das Problem der gesunkenen Aufnahmekapazität der Berufsakademie bereits reagiert: Die Koalitionsregierung hat die Finanzausstattung der BA für 2005 und 2006 um jeweils zwei Millionen Euro auf 17 Millionen Euro – und damit erstmals seit 2002 – erhöht. Damit konnten personelle Engpässe beseitigt werden. Die Zahl der neuen Seminargruppen, die von 59 im Studienjahr 2003/2004 auf 49 (2004/2005) zurückgegangen war, konnten 2005/06 wieder auf 55 angehoben werden.

Die nun vorliegende Evaluation bietet den Studienakademien für die weitere Entwicklung eine gute Arbeitsgrundlage. So soll die Ausbildung von Kernkompetenzen und Schwerpunkten an den Staatlichen Studienakademien in den nächsten Jahren fortgeführt werden. Dabei müssen u.a. auch der Bedarf der regionalen Wirtschaft und die Belange der jeweiligen Region berücksichtigt werden. Die Einrichtung neuer, bedarfsgerechter Studienrichtungen ist eine ständige Aufgabe. Dies gilt auch für das Ziel, eine noch höhere Ausbildungsqualität zu erreichen.


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