Besserer Unterricht in kleinen Klassen

Eltern in Bayern haben rund 180.000 Unterschriften gesammelt, um mehr Lehrer zu fordern. Sie wollen erreichen, dass weniger Unterricht ausfällt und die Klassen kleiner werden.

13.07.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Das Kultusministerium reagierte wie stets in den letzten Jahren mit dem Hinweis auf Studien zur Klassengröße. Diese Studien ergaben, dass in Deutschland in kleinen Klassen nicht besser gelernt wird als in großen. Eine Aussage, die nur die halbe Wahrheit sei, meint der Bayerische Elternverband. Die BEV-Landesvorsitzende Isabell Zacharias sagte zur Übergabe der Unterschriften, die der Bayerische Elternverband mitgesammelt hatte: "Auch Eltern lesen wissenschaftliche Studien, und zwar gründlich. Alle Studien betonen, dass Lehrer die Chance kleiner Klassen nicht nutzen und hier denselben Unterricht halten wie in großen Klassen. Deswegen zeigt sich auch kein Unterschied." Wenn Lehrer mehr Zeit für jedes Kind hätten, könnten sie aber ganz anders unterrichten. "Sie müssten es einfach mal probieren!"

Die Klassengröße allein sei sicher kein Kriterium für den Lernerfolg der Kinder. Kleinere Klassen böten aber auf jeden Fall die Chance zu einer entspannteren Lernatmosphäre und zu einer völlig neuen, stärker am einzelnen Kind orientierten Art des Unterrichts. Dieser lasse sich in kleinen Klassen oder mit mehr pädagogischem Personal pro Klasse erheblich leichter umsetzen. So sei der Ruf nach kleinen Klassen nicht einfach mit dem Hinweis auf Studien abzutun, die man nur zur Hälfte zur Kenntnis genommen habe.

Ein paar Infos zu den Studien: bildungsrand.blogspot.com/2005/08/zhlen-gengt-nicht.html


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