Bildungsminister Jürgen Schreier zur Grundschulreform:

Die rückläufigen Schülerzahlen im Saarland - wir haben die niedrigste Geburtenrate aller alten Bundesländer und von 1997 bis 2010 ein Drittel weniger Schulanfänger - erzwingen strukturelle Anpassungen. Um zu dauerhaft leistungsfähigen Schuleinheiten bei vertretbaren Kosten zu kommen ist eine Neuordnung unumgänglich. Deshalb wird die Grundschule der Zukunft mindestens zweizügig sein und einen starken Qualitätszuwachs haben.

16.11.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die Neuordnung der Grundschulen hat zwei Aspekte: Strukturveränderung und Qualitätsverbesserung. Eine zweizügige Grundschule gewährleiste zum einen eine Planungssicherheit auf Dauer, zum anderen sei sie die notwendige Voraussetzung für mehr Qualität. Eine weitere Verbesserung der Grundschule sei zu vertretbaren Kosten nur an hinreichend großen Standorten zu verwirklichen, so der Minister. So werde die Stundentafel nach und nach auf 100 Jahreswochenstunden wie in Bayern ausgebaut. Das Bildungs- und Betreuungsangebot mit Hausaufgabenhilfe am Nachmittag solle an jeder Schule vorgehalten werden, damit für Eltern, die es wollten, mehr Verlässlichkeit gewährleistet sei. An zweizügigen Schulen könne man auch eine verbesserte Förderung und eine verbesserte Vertretung sicherstellen.

Fazit: "Die Grundschule der Zukunft wird viel besser für alle, wenn auch für manche ein bisschen weiter weg. Selbstverständlich wird sichergestellt, dass jede Gemeinde mindestens eine Grundschule hat, die Klassen nicht zu groß und die Wege für die Kinder nicht zu weit werden", betonte Minister Jürgen Schreier.

Die Struktur- und Qualitätsreform solle, führte der Minister aus, zum neuen Schuljahr auf den Weg gebracht werden. Derzeit werde in Zusammenarbeit mit den Gemeinden die Raumsituation an allen Grundschulen überprüft. Bis Ende des Jahres werde das Kultusministerium eine Planstudie vorlegen, auf deren Grundlage gemeinsam mit den Städten und Gemeinden im Dialog standortbezogene Lösungen erarbeitet würden. Bis Ostern solle das Konzept "Bessere Grundschule" weitergehend unter Dach und Fach sein, damit Schüler, Lehrer und Eltern Planungssicherheit für das kommende Schuljahr hätten.


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