Biomedizinisches Forschungszentrum Gießen: Erster Spatenstich im Oktober

Das Biomedizinische Forschungszentrum (BMFZ) der Justus-Liebig- Universität Gießen nimmt bald konkrete Gestalt an:

16.03.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Schon im Oktober diesen Jahres soll der erste Spatenstich am Aulweg/Ecke Schuberstraße erfolgen. Das teilten die beiden Staatssekretäre Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Dr. Walter Arnold vom Hessischen Ministerium der Finanzen heute in einer Pressekonferenz in Gießen mit.

Gegenwärtig rechnet man mit einer Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren, die Gesamtkosten werden rund 76, 5 Millionen Euro betragen, rund fünf Millionen Euro davon sind für Geräteausstattung vorgesehen. "Das Biomedizinische Forschungszentrum", so Prof. Dr. Leonhard, "wird zu einer weiteren Stärkung der Lehre wie auch der Spitzenforschung im Bereich der Lebenswissenschaften beitragen. Es ist das mit Abstand wichtigste Bauprojekt der Gießener Universität."

Da es sich bei dem geplanten BMFZ um ein sehr aufwändiges Gebäude in einem städtebaulich komplexen Umfeld handelt, war zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt worden. Sie sollte feststellen, ob das Ergebnis des Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 2003 unter den gegebenen Bedingungen realisierbar sei. Danach waren die Architektur des Bauwerks und die Gestaltung der Außenanlagen in enger Zusammenarbeit mit der Gießener Stadtplanung konkretisiert worden. Im Laufe der vertiefenden Planung hatten sich Mehrkosten abgezeichnet. Diese sind, wie Staatssekretär Dr. Arnold vom Finanzministerium feststellte, von der Landesregierung inzwischen genehmigt worden.

Die Planung wird nach den Worten der beiden Staatssekretäre schon im kommenden Monat abgeschlossen sein. Das Ende des Baugenehmigungsverfahrens sei für September in Sicht, so dass noch im Oktober mit ersten Erschließungsarbeiten begonnen werden könne. Prof. Dr. Leonhard und Dr. Arnold bedankten sich bei den Mitgliedern der von Wissenschaftsminister Udo Corts und von Finanzminister Karl-Heinz Weimar im Mai vergangenen Jahres eingerichteten interministeriellen Arbeitsgruppe "Bauliche Entwicklung der Hochschulstandorte Gießen und Marburg" für die zügigen und erfolgreichen Planungsarbeiten zum BMFZ. Der besondere Dank der beiden Staatssekretäre galt dem Gießener Universitätspräsidenten Prof. Dr. Stefan Hormuth und Thomas Rausch, dem Planungsdezernten der Stadt Gießen, für ihre hervorragende Kooperation. Beide nahmen gestern ebenfalls an der Pressekonferenz teil.

Im BMFZ werden modernste Bedingungen für Arbeitsgruppen aus der Medizin, der Veterinärmedizin und der Biologie geschaffen, die schon seit Jahrzehnten im Mehrzweckgebäude in der Frankfurter Straße 107 fachübergreifend zusammen arbeiten. Im neuen Gebäude wird aber auch Platz für Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen und Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft sein.


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