Bundesfamilienministerin Renate Schmidt besucht das familienfreundliche Unternehmen KOMSA AG in Hartmannsdorf
''Eine gelungene Balance zwischen Beruf und Familie ist ein Motor für wirtschaftliches Wachstum und stärkt das Rückgrat der Gesellschaft, die Familie. Ein zukunftsfähiges Deutschland braucht nicht nur technische Innovationen, sondern auch soziale Innovationen.'' Das sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, heute anlässlich ihres Besuchs bei der KOMSA Kommunikation Sachsen AG in Hartmannsdorf bei Chemnitz. Unternehmen dürften ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht vor die Wahl ''Kind oder Karriere'' stellen, so die Ministerin. Aufgabe der Betriebe sei es vielmehr, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Mitarbeiter beides miteinander vereinbaren könnten. Die KOMSA AG sei ein gutes Beispiel dafür, wie Familienfreundlichkeit im Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden könne.
26.08.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendDer Vertriebs-, Marketing- und Servicedienstleister für Telekommunikation und Informationstechnologie setzt seit Jahren familienfreundliche Maßnahmen im Unternehmen um. 2003 wurde auf Initiative von KOMSA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Kinderhaus ''Weltenbaum'' ins Leben gerufen. Es bietet Platz für 35 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis zum Schulanfang. Die Kinder werden von Fachpersonal pädagogisch betreut. Anders als bei kommunalen Einrichtungen richten sich die Öffnungszeiten nach den Bedürfnissen der Eltern.
''Bei uns arbeiten viele junge Frauen, die in naher Zukunft Mütter werden könnten. Viele von ihnen wollen schnell in die KOMSA zurückkehren. Mit dem Kinderhaus ermöglichen wir es ihnen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Wir tun das sowohl aus sozialer Verantwortung als auch aus unternehmerischem Interesse'', sagte Gunnar Grosse, Vorstandsvorsitzender der KOMSA AG.
Die Initiative von KOMSA, die durch das Sächsische Sozialministerium und die Stiftung ''Innovation und Arbeit'' in der Vorbereitung als Modellprojekt unterstützt wurde, habe Vorbildcharakter, so Renate Schmidt: ''Wir brauchen mehr solcher innovativer Ideen und mehr Unternehmen, die sich in punkto Familienfreundlichkeit engagieren. Familienpolitik ist kein weiches Politikfeld für wirtschaftlich gute Zeiten, das man bei schlechter Konjunktur vernachlässigen darf. Ohne eine erfolgreiche Familienpolitik gibt es weniger Wachstum, weniger Innovation und weniger Wohlstand.''
Um ein familienfreundliches Klima in den deutschen Unternehmen gezielt zu fördern, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Sommer 2003 gemeinsam mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und den Gewerkschaften die ''Allianz für die Familie'' ins Leben gerufen. Unter ihrem Dach sind Projekte und innovationsfördernde Kooperationen gebündelt. Starke Partner aus Wirtschaft, Verbänden und Politik setzen sich öffentlich und beispielhaft für eine Unternehmenskultur und Arbeitswelt ein, die allen Beteiligten Gewinn bringt. Projekte der ''Allianz für die Familie'' sind unter anderem die Initiative Lokale Bündnisse für Familie oder der Unternehmenswettbewerb ''Erfolgsfaktor Familie 2005'', der im Herbst startet und familienfreundliche Unternehmen auszeichnet. Bundesministerin Renate Schmidt und die stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, haben die Schirmherrschaft übernommen.
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