Bundesministerin Renate Schmidt bei Auftaktveranstaltung des "Pforzheimer Bündnis für Familie"

''Familienfreundlichkeit ist wichtig - denn sie wird zunehmend zum Standortfaktor für Unternehmen und Regionen. Deshalb geht Familie alle an.'' Das sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, heute bei der Auftaktveranstaltung zur Gründung des ''Pforzheimer Bündnis für Familie''.

16.11.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin von Pforzheim, Christel Augstein, und Vertreterinnen und Vertretern des Kuratoriums unterzeichnete die Bundesministerin die Deklaration des Bündnisses, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein breites Netzwerk für mehr Familienfreundlichkeit in Pforzheim zu schaffen. Vorhandene Angebote sollen dadurch vernetzt und notwendige Veränderungen rechtzeitig angestoßen werden.

''Hier vor Ort weiß man am besten, wo der Schuh drückt, in welchen Bereichen Familien Unterstützung brauchen. Deshalb können die Probleme auch am besten gelöst werden, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten'', sagte Bundesministerin Renate Schmidt. ''Für mehr Familienfreundlichkeit brauchen wir auch die Mitarbeit der Wirtschaft. Denn nur, wenn es möglich ist, Beruf und Familie zu vereinbaren, werden sich junge Frauen und Männer leichter für Kinder und Familie entscheiden. Ich freue mich deshalb sehr, dass bei Ihrem Bündnis für Familie so unterschiedliche Akteure - aus der Wirtschaft, aber auch von den Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden und aus der Verwaltung - zusammen gefunden haben. Ich wünsche dem Bündnis viel Erfolg.''

Das Pforzheimer Bündnis für Familie ist eine Gründung auf Initiative der Kommune. Ausgehend von einer kritischen Bestandsaufnahme städtischer Familienpolitik, wollen die Beteiligten vorhandene Angebote für Familien vernetzen und gleichzeitig mehr Aufmerksamkeit für demografische und wirtschaftliche Aspekte der Familienpolitik wecken. Dabei soll besonders die Wirtschaft miteinbezogen werden. Im Vorfeld der Bündnisgründung wurde ein Kuratorium gegründet, in dem die Stadtverwaltung, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, der DGB, die Kirchen und der Gesamtelternbeirat mitwirken. Neben einer bedarfsorientierten Kinderbetreuung will das Bündnis auch die Problematik von Jugendarbeitslosigkeit und fehlenden Ausbildungsplätzen thematisieren.

Die Bundesinitiative ''Lokale Bündnisse für Familie'' ist von Bundesministerin Renate Schmidt im Januar 2004 gegründet worden. Ziel ist es, familienfreundliche Strukturen auf lokaler Ebene mit Hilfe aller gesellschaftlichen und politischen Gruppen zu stärken, bestehende Initiativen zu vernetzen und auszubauen. Dabei geht es zum Beispiel um die Anpassung der Öffnungszeiten von Ämtern, Unternehmen und öffentlichem Nahverkehr oder um den gemeinsamen Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten. 96 Bündnisse haben bereits ihre Arbeit aufgenommen, an rund 220 Standorten berät das vom Bundesministerium eingerichtete Servicebüro.

Weitere Informationen zu den Lokalen Bündnissen finden Sie im Internet unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de oder unter der Servicenummer 0180-52 52 212.


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