Bundesweite Reaktionen auf den PISA-Erfolg Sachsen-Anhalts

Bildungsstaatssekretär Winfried Willems (CDU) hob heute die enorme öffentliche Reaktion auf den PISA-Erfolg Sachsen-Anhalts (6. Platz im Länderränking) in ganz Deutschland hervor.

21.07.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

In allen großen Zeitungen sei der Erfolg gewürdigt worden, der trotz schwieriger Rahmenbedingungen erreicht worden sei.

Der renommierte Erziehungswissenschaftler, Heinz-Elmar Tenorth, Vizepräsident an der Humboldt-Universität zu Berlin, hatte sich im "Tagesspiegel" folgendermaßen geäußert:

"Eine richtige kausale Zuordnung ist auf Grund der jetzt vorliegenden Daten noch nicht möglich. Aber in Sachsen-Anhalt haben wir einen Kultusminister und eine Kultusverwaltung, die mit relativer Gelassenheit für die Schulen unterstützend wirken und nicht hektisch agieren. Der Kultusminister Jan Olbertz hält sich von Extremen fern. Insofern ermutigt er dazu, sich lokal anzustrengen. Im Osten knüpfen die erfolgreicheren Bundesländer an die guten Traditionen schulischer Lernanstrengung in der DDR an. Sachsen-Anhalt nimmt teil an dem, was man in Sachsen und Thüringen auch sieht. Dann sind noch die Lehrer und Eltern zu erwähnen. Beide Gruppen haben richtig reagiert. Sie strengen sich an."

In diesem Zusammenhang erinnerte Staatssekretär Willems an die bildungspolitischen Reformen der Landesregierung, die ein erhebliches bundesweites Interesse gefunden haben. Er nannte im Einzelnen:

  • die neue Struktur der Oberstufe mit verbindlichen Kernfächern,
  • die Stärkung der Fächer Mathematik und Deutsch,
  • die Profilierung der Realschul- und Hauptschulbildungsgänge,
  • die Betonung des Leistungsgedankens,
  • Leistungsvergleiche durch Vergleichsarbeiten und zentrale Klassenarbeiten,
  • neue Konzepte in der Lehrerfortbildung und in der Schulevaluation,
  • systematische Förderung moderner Rahmenrichtlinien und
  • die Auseinandersetzung mit Aufgabentypen, wie sie international verlangt werden.

Willems betonte: "Ich bin den Lehrerinnen und Lehrern, den Schülerinnen und Schülern und den Eltern dankbar, die sich für die Leistungsentwicklung in unseren Schulen engagieren und sich nicht entmutigen lassen. Ich bin ihnen dankbar, dass wir sie trotz vielfältiger Umbrüche in den letzten 15 Jahren gewinnen konnten, sich noch einmal auf den Weg zu machen und die Qualität der schulischen Bildung zu verbessern. Wir haben durch unseres Politik die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen und wollen diese erhalten, damit die Schulen bei klaren Anforderungen und verbindlichen Vorgaben in Ruhe weiterarbeiten können".

Wer jetzt wie die SPD und die PDS erneute Strukturveränderungen im Schulwesen verlange, stelle die positiven Entwicklungen seit 2002 wieder in Frage.


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