Chance für Föderalismus nutzen - die neue Rechtschreibung modifizieren - die alte KMK reformieren

Zwei große Herausforderungen haben die Kultusminister der 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland auf der Kultusministerkonferenz im saarländischen Mettlach zu bewältigen: Die Unstimmigkeiten bei der neuen Rechtschreibung durch die Einsetzung des Rates für deutsche Rechtschreibung rechtzeitig vor Ende der Übergangsfrist am 1. August 2005 zu glätten und eine interne Neuordnung und Verschlankung der KMK schnell auf den Weg zu bringen.

13.10.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Jürgen Schreier: "Die KMK hat die Chance, ein neues Image aufzubauen: Innovativ, pragmatisch und schnell. Denn nur so kann der Öffentlichkeit bewusst gemacht werden, dass föderaler Konsens und Wettbewerb besser ist, als eine zentral gesteuerte Bildungspolitik."

Dass der Rat für Rechtschreibung jetzt nicht mehr nur beobachtende Funktion hat, sondern wirkliche Kompetenzen für nachträgliche Veränderungen erhalten wird, sei der saarländisch-niedersächsischen Initiative zu verdanken. Jürgen Schreier weiter: "Ich erwarte, dass der Rat sich jetzt ´ins Konklave begibt, bis weißer Rauch aufsteigt." Am Ende müsse ein Ergebnis stehen, das allgemein akzeptiert werde. Dem müssten sich auch die Medien dann anschließen. Es könne auf Dauer nicht sein, dass Schüler in den gängigen Medien eine andere Orthographie vor Augen hätten, als die, die in der Schule gelehrt werde. Jürgen Schreier: "So kann Zeitung keine Schule machen."


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