Corts würdigt Unterstützung für junge Akademikerinnen in der Medizin

Als einen Beitrag zur Qualitätssicherung, Leistungssteigerung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in der medizinischen Forschung und Lehre sowie in der Gesundheitsversorgung in Deutschland hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, die Arbeit der Ingrid zu Solms-Stiftung bei ihrer Unterstützung junger Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen in der Medizin gewürdigt.

01.02.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Stiftung hat im Musiksaal des Wiesbadener Stadtschlosses ihren Wissenschaftspreis und ihren Förderpreis verliehen. Der seit 1994 alle zwei Jahre vergebene, mit 6000 Euro dotierte Wissenschaftspreis geht an Dr. Carola Berking, Privatdozentin an der Klinik für Dermatologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihr ist es erstmalig gelungen, experimentell an einem Tiermodell zu zeigen, dass bösartiger Hautkrebs durch ultraviolette Strahlung im Zusammenwirken mit Wachstumsfaktoren induziert werden kann. Den mit 1000 Euro dotierten Förderpreis erhält die Diplom-Biologin Dr. Silke Anders vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen. Sie hat sich mit der Bedeutung körperlicher Reaktionen bei der Wahrnehmung von emotionalen Reizen beschäftigt.

Der Wissenschaftsminister wies darauf hin, dass zwar seit gut 20 Jahren in der Medizin auf allen Ebenen der Qualifikation steigende Frauenanteile zu verzeichnen seien. Während allerdings derzeit bei den Hochschulzugangsberechtigten, Erstimmatrikulierten und Studierenden die Frauenanteile über denen der Männer liegen und nahezu gleich viele Frauen wie Männer in einem medizinischen Fach promoviert werden, erreicht nur ein Bruchteil eine Führungsposition. Die Barrieren liegen insbesondere zwischen Promotion und Habilitation. "Das vorhandene Potenzial qualifizierter Akademikerinnen wird also besonders in der Medizin gar nicht ausgeschöpft." Die Tätigkeit der Ingrid zu Solms-Stiftung diene auch dem Ziel, traditionelle strukturelle Hemmnisse in Forschung und Lehre zu überwinden.


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