Demografischen Wandel gemeinsam gestalten

"Bei der Gestaltung des demografischen Wandels müssen wir die Interessen aller Generationen im Blick haben." Dies erklärte Bundesministerin Renate Schmidt heute anlässlich der Übersendung der Stellungnahme der Bundesregierung zum EU-Grünbuch "Im Angesicht des demografischen Wandels - eine neue Solidarität zwischen den Generationen" an Sozialkommissar Spidla. In ihrem Schreiben begrüßt die Ministerin die Initiative der Kommission und betont die europäische und globale Dimension des demografischen Wandels und seine Bedeutung für die künftige gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung in Deutschland und Europa.

15.09.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, erklärte: "Der demografische Wandel stellt alle Staaten Europas vor neue Herausforderungen und eröffnet zugleich Chancen. Ich begrüße die Initiative der Kommission, mit dem Grünbuch einen europapolitischen Diskurs anzustoßen. Denn wir können innerhalb von Europa viel von den Erfahrungen anderer lernen. Das zeigt das Beispiel Elterngeld, das die Bundesregierung in der kommenden Legislaturperiode nach schwedischem Vorbild als familienpolitische Leistung mit Lohnersatzfunktion einführen wird. Wir müssen mit einem Mix aus Infrastruktur, Zeit und Geld die Grundlagen dafür schaffen, dass sich junge Menschen ihre Kinderwünsche erfüllen. Gleichzeitig können wir es uns nicht länger leisten, auf die Potenziale älterer Menschen zu verzichten. Wir müssen den Gewinn an Lebenszeit zu einem Gewinn für den einzelnen und die Gesellschaft machen."

Im Mittelpunkt der Maßnahmen der Bundesregierung zum demografischen Wandel steht zum einen eine nachhaltige Familienpolitik, die dafür sorgt, dass mehr Kinder geboren, Kinder und Jugendliche die bestmögliche Förderung und Bildung erfahren und eine höhere Frauenerwerbsbeteiligung möglich ist. Dazu zählen u. a. der Ausbau der Kinderbetreuung, die Allianz für die Familie und die lokalen Bündnisse für Familien. Zum anderen eine aktivierende Politik, die älteren Menschen ermöglicht, ihre Potenziale stärker in die Wirtschaft und die Gesellschaft einzubringen. Mit der ressortübergreifenden Initiative "Erfahrung ist Zukunft" vermittelt die Bundesregierung gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ein dazu notwendiges neues Bild vom Alter.

Die Stellungnahme der Bundesregierung gibt auf 20 Seiten einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen und Initiativen der Bundesregierung zu den im Grünbuch angesprochenen Politikbereichen. Gegenstand der Stellungnahme sind u. a. Fragen zur Geburtenrate, der Zuwanderung, der Solidarität der Generationen, Integration von Jugendlichen, Flexibilisierung der Erwerbsarbeit, zur neuen gesellschaftlichen Rolle älterer Menschen und zur Bestimmung der Rolle der Europäischen Union.

Link:

Grünbuch Demografischer Wandel - auch in Europa


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