Der Umgang mit Geld will früh gelernt sein!
Die bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung vom 14. bis 18. Juni 2004 steht in diesem Jahr unter dem Motto ''Knete, Kohle, Kröten... Wir reden über Geld! Redet mit''. Die Veranstalter wollen auf einen sorgsamen Umgang mit Geld aufmerksam machen und aufzeigen, wie Schulden vermieden werden können. Die Bundesministerinnen Renate Schmidt und Renate Künast haben die Schirmherrschaft über die diesjährige Aktionswoche der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände übernommen.
16.06.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendDie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, erklärte: ''Wer nicht in die roten Zahlen abgleiten will, muss seine finanziellen Verhältnisse richtig einschätzen können. Der Einstieg in die Schuldenspirale beginnt schleichend und oft schon im Jugendalter. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche den Umgang mit Geld von früh auf lernen - am besten in der Familie und unterstützt von der Schule.''
Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, hob hervor: ''Die Fähigkeit zum Umgang mit Geld muss bereits bei Kindern und Jugendlichen entwickelt werden. Eine finanzielle Allgemeinbildung ist die grundlegende Voraussetzung, um als aufgeklärte Verbraucherinnen und Verbraucher 'auf gleicher Augenhöhe' mit Verkäufern, Versicherungsvertretern oder Bankangestellten verhandeln zu können.''
Bei der Aktionswoche der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AB SBV) vom 14. bis 18. Juni 2004 gibt es Veranstaltungen in einzelnen Bundesländern. Vielerorts gehen Schuldnerberaterinnen und -berater in Schulen. Oft führen Schuldnerberatungsstellen, Kindergärten, Schulen, Familienverbände, Hauswirtschaftsverbände, Gewerkschaften und andere gemeinsame Aktionen durch, die das Tabuthema Geld in den verschiedenen Altergruppen aufbrechen wollen. So wird z.B. am 14. Juni in Bonn eine gemeinsame Telefonaktion des Diakonischen Werks Bonn, Bad-Godesberg & Voreifel mit dem Caritasverband Bonn zum Thema durchgeführt; in Schleswig-Holstein gehen am 17. Juni alle 37 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen in die Schulen und diskutieren gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern über Geld und Finanzen; in Herford gibt es eine gemeinsame Informationsveranstaltung des Arbeitskreises Schuldner- und Insolvenzberatung mit der örtlichen Sparkasse. In der AG SBV sind die in der Schuldnerberatung tätigen Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege sowie die Verbraucherzentrale Bundesverband und die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung zusammengeschlossen.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet einen Ratgeber ''Was mache ich mit meinen Schulden?'' in deutscher und türkischer Sprache, der stark nachgefragt wird. Der Ratgeber hilft Betroffenen, ihre rechtliche und tatsächliche Situation realistisch einzuschätzen. Er erklärt rechtliche Begriffe und gibt Handlungstipps, z.B. wie man unter fachkundiger Beratung durch Schuldnerberatungsstellen eine Schadensbegrenzung und eine erfolgreiche Entschuldung angehen kann. Über die nächstgelegene Schuldnerberatungsstelle informiert das Bundesministerium unter 01801-90 70 50 (0,12 Euro/Anruf) und das Internet unter www.forum-schuldnerberatung.de.
Ein Handbuch und Faltblatt zu ''Geschäfte mit der Armut'' hat der Arbeitskreis ''Neue Armut'' im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft erstellt. Das Handbuch ''Geschäfte mit der Armut'' informiert Schuldnerberatungen über Geschäftspraktiken von unseriös arbeitenden gewerblichen Firmen, die Schuldenregulierung und Kreditvermittlung anbieten, und stellt die Kniffe der Finanzdienstleister dar. Das dazugehörige Faltblatt wendet sich direkt an überschuldete Menschen und enthält Hinweise für den Umgang mit Finanzdienstleistern.
Die Materialien sind kostenlos erhältlich über die Broschürenstelle des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 53107 Bonn, Tel. 01805-329 329 (0,12 Euro/Anruf), eMail: .
Weitere Informationen unter: www.agsbv.de oder unter www.knete-kohle-kroeten.de
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