"Die Menschen wollen endlich Klarheit und Verlässlichkeit bei der Rechtschreibung"

Kultusminister Schneider ist in einem Brief an die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und brandenburgische Ministerin Johanna Wanka dafür eingetreten, den Vorsitzenden des Rates für deutsche Rechtschreibung Hans Zehetmair zur Sondersitzung der KMK am 14. Juli 2005 einzuladen und sich mit ihm zusammen über den Zeitplan für einen zügigen und von allen gesellschaftlichen Gruppen getragenen Rechtschreibkonsens abzustimmen.

27.06.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Schneider trat nachhaltig dafür ein, dass die Vorschläge des von Zehetmair geleiteten Rats berücksichtigt würden. "Der Rat für deutsche Rechtschreibung ist mit hoch qualifizierten Experten besetzt. Es ist in besonderer Weise dem Vorsitzenden Hans Zehetmair zu verdanken, dass nun widerstrebende Meinungen an einem Tisch versammelt sind und gemeinsame, fachlich fundierte Lösungen gesucht werden. Es gibt die Chance für einen großen Konsens in allen strittigen Fragen. Die KMK muss deswegen offen sein für die Vorschläge, die der Rat vorlegt", sagte Schneider heute in München.

Der Minister trat ebenso für eine zügige Umsetzung der Vorschläge des Rats ein. "Nach Jahren der öffentlichen Auseinandersetzung muss nun ein Ergebnis auf den Tisch, das bei allen auf volle Akzeptanz stößt", sagte Schneider. Klare, einsichtige und verlässliche Regelungen seien für die Schreibkultur im Lande von höchster Bedeutung. "Das Wissen darüber, wie man richtig schreibt, macht ein Stück unserer kulturellen Identität aus. Die langen Auseinandersetzungen über die Reform haben zu Verunsicherungen geführt. Jetzt wollen die Menschen endlich Klarheit und Verlässlichkeit bei der Rechtschreibung", sagte Schneider. Nur eine Reform, die alle gesellschaftlichen Gruppen mittragen könnten, sei eine gute Reform. "Was wir in den Schulen lehren, muss auch die Akzeptanz auf breiter Basis finden und dem entsprechen, was in Büchern und Zeitungen steht. Es wäre ganz und gar verantwortungslos, unsere Schülerinnen und Schüler in eine Welt zu entlassen, die anders schreibt, als sie es gelernt haben", sagte Schneider. Er sei überzeugt davon, dass die plurale Zusammensetzung des Rats für deutsche Rechtschreibung zu Ergebnissen führen kann, die von allen Seiten anerkannt werden.


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