DIHK gegen Ausbildungsquoten für Migranten

Feste Ausbildungsquoten für junge Migranten sind nach Einschätzung von Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), weder "praktikabel noch zielführend".

02.06.2006 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Gegenüber der "Berliner Zeitung" wandte sich Wansleben gegen eine entsprechende, von der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung geforderte Selbstverpflichtung der Wirtschaft.

"Wir können nicht jahrzehntelange Versäumnisse in Schulen und Elternhäusern jetzt bei den Betrieben abladen", erklärte er. Man müsse vielmehr gemeinsam daran arbeiten, die Ausbildungsdefizite eines Teils der Migranten-Jugendlichen abzubauen und ihre Stärken, zum Beispiel die Zweisprachigkeit, besser zu nutzen.

Wansleben verwies auf die vielfältigen Aktivitäten, die die IHK-Organisation in diesem Sinne bereits durchführt. Sie reichen von mehrsprachigen Ausbildungsberatern bis zur Werbung für die duale Ausbildung in Moscheen.

"Berliner Zeitung" vom 2. Juni 2006
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