Dr. Eva-Maria Stange ist neue Ministerin für Wissenschaft und Kunst

Dr. Eva-Maria Stange ist neue Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst. Sie hat heute die Ernennungsurkunde von Ministerpräsident Georg Milbradt erhalten und wurde anschließend im Sächsischen Landtag vereidigt.

14.09.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Eva Maria Stange übernimmt das Amt von Barbara Ludwig, die zur Oberbürgermeisterin von Chemnitz gewählt wurde. Sie nimmt aufgrund einer Wahlanfechtungsklage das Amt zunächst als Amtsverweserin wahr.

"Ich freue mich darauf ein Ressort zu übernehmen, das die wertvollsten Schätze Sachsens vereint – Kultur, Bildung und Innovation – Vergangenheit und Zukunft", sagte Eva-Maria Stange nach ihrer Vereidigung. Ein wichtiges Anliegen der neuen Ministerin ist es, grundlegende Themen der Entwicklung von Kultur, Hochschulen, Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit den daran beteiligten Partnern in Sachsen zu beraten. "Ich lade ein zum Dialog und zu konstruktiven Debatten zu den Zukunftsthemen", so Eva-Maria Stange.

Die Ressortaufgaben als Ministerin für Wissenschaft und Kunst hat Eva-Maria Stange fest im Blick: "Ich werde mich dafür stark machen, dass der demografische Gewinn in den kommenden Jahren in den Hochschulen eingesetzt wird zur Stärkung der Qualität der Lehre und Attraktivität sächsischer Hochschulen. Der Spitzenplatz Sachsens bei der Förderung von Kunst und Kultur soll erhalten und durch ein mittel- und langfristiges Landesentwicklungskonzept gefestigt werden."

Dr. Eva-Maria Stange wurde am 15. März 1957 in Mainz geboren, 1958 zog ihre Familie in die DDR. Sie studierte an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Dresden und schloss das Studium 1979 als Diplomlehrerin für Mathematik und Physik ab. Bis 1993 war sie als Lehrerin sowie in der Lehrerausbildung und Forschung in Dresden tätig, 1985 legte sie ihre Promotion an der PH Dresden ab. Zuletzt war die 49-jährige seit August 2005 als Lehrerin an das Zentrum für Lehrerbildung (ZLSB) der TU Dresden abgeordnet und wirkte dort hauptsächlich an der Umstrukturierung der Lehramtsausbildung mit.

1993 wurde Dr. Eva-Maria Stange zur Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen gewählt. Anschließend war sie von 1997 bis 2005 Bundesvorsitzende der GEW. In dieser Zeit wirkte sie als Mitglied des Forums Bildung der Bundesregierung an den Empfehlungen für das Bildungssystem in Deutschland mit, das unter anderem die Einführung einer regelmäßigen nationalen Bildungsberichterstattung vom Kindergarten bis zur Weiterbildung sowie die Umsetzung größerer Eigenverantwortung für Schulen und Hochschulen durchsetzte. Dr. Eva-Maria Stange war zudem Mitglied in mehreren Universitäts-Kuratorien und Hochschulbeiräten in Bielefeld, Jena, Flensburg und Koblenz-Landau. Die in Dresden lebende neue Ministerin für Wissenschaft und Kunst ist verheiratet und hat drei erwachsene Töchter.

Die bisherige Ministerin Barbara Ludwig wechselt nach fast zweijähriger Amtszeit in ihre Heimatstadt Chemnitz. Hier war Barbara Ludwig bereits von 2001 bis 2004 Bürgermeisterin für Kultur, Soziales, Jugend und Familie, Gesundheit und Sport. 1994 wurde sie zur Abgeordneten des Sächsischen Landtages gewählt. Nach einer Legislatur und dem Wiedereinzug ins Parlament, war Barbara Ludwig von 1999 bis 2001 Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag.


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