Einsteins Enkel am Ziel
In einer Feierstunde wurden heute im Audimax der Universität des Saarlandes in Saarbrücken die Sieger des 39. Bundeswettbewerbs Jugend forscht gekürt. In Anwesenheit von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn nahmen die Sieger ihre Auszeichnungen entgegen. Unter dem diesjährigen Motto "Auf einmal ist alles relativ" stellten sich insgesamt 213 Finalisten mit 113 Projekten einer fachkundigen Jury aus Wirtschaft und Hochschule.
16.05.2004 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V."Millionäre tippen anders", wissen Manuel Stiehl (17), Julian Arz (18) und Sebastian Bartenbach (18) von der Darmstädter Lichtenbergschule. Sie analysierten, warum viele Lottospieler dieselben Zahlenkombinationen ankreuzen und am Montag dann nur wenig Geld kassieren. Die Schüler erarbeiteten eine Gewinnoptimierung im Zahlenlotto und zogen damit selbst das große Los: den Preis des Bundeskanzlers für die originellste Arbeit. Zu den zehn Bundessiegern zählt auch Felix Kahlhöfer aus Düsseldorf. Der 18-jährige Schüler beherrscht das "Chaos mit Tischtennisbällen" und wurde dafür mit dem Preis des Bundespräsidenten Johannes Rau für die außergewöhnlichste Arbeit prämiert.
Die diesjährigen Bundessieger zeichnen sich durch starkes fachübergreifendes Wissen und praxisnahe Projekte aus, wie Mario Chemnitz (17) aus Sachsen-Anhalt. Der 17-Jährige aus Zschornewitz baute im Fachgebiet Physik ein preiswertes Analysegerät für Raumluftuntersuchungen und wurde ebenso Bundessieger wie Wolfgang Draxinger. Der Zivildienstleistende überzeugte die Jury im Fachgebiet Arbeitswelt "durch sein profundes Fachwissen und seinen Ideenreichtum". Der 21-jährige Münchner entwickelte ein Navigationssystem für ein computergesteuertes Endoskop, das bei Harnblasenoperationen zum Einsatz kommen soll.
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hob das Engagement und die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hervor: "Das Potenzial dieser jungen Forscherinnen und Forscher ist für die Zukunft unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Nur mit jungen Menschen, die neugierig sind und über den Horizont schauen wollen, können wir die technologischen Herausforderungen der Zukunft meistern."
Ulrich Weber, Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der RAG Aktiengesellschaft, zeigte sich beeindruckt von den präsentierten Arbeiten: "Das Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt heute die wichtigste Ressource der Unternehmen dar. Alle Wettbewerbsteilnehmer haben bewiesen, dass sie im hohen Maße innovativ sind und querdenken können", sagte Weber.
Hier finden Sie die Übersicht der Preisträger.
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