Entscheidung im Bewerbungsverfahren Kulturhauptstadt Europas 2010 getroffen
Zum Ausscheiden der Stadt Görlitz/Zgorzelec in der Endrunde um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2010" erklärte heute (11.4.2006) die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig:
11.04.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus"Die Enttäuschung nach der heutigen Entscheidung der europäischen Jury ist bei allen an der Bewerbung Beteiligten -so auch bei mir - groß. Wir haben uns alle diesen Titel von ganzem Herzen gewünscht. Er hätte eine herausragende Leistung der Menschen in Görlitz/Zgorzelec, eine anspruchsvolle binationale Stadtentwicklung - mit einem Konzept, das auf Kultur, Bildung und die Künste als Grundlage europäischen Zusammenlebens setzt - ausgezeichnet."
"Aber wir dürfen nicht vergessen: Mit der heutigen Entscheidung der Jury wurde eine Empfehlung für die Kulturhauptstadt Europas 2010 gegeben - die Entscheidung über die Zukunft einer Region, die weitere deutsch-polnische Verständigung, über Versöhnung und europäische Integration fällt nicht in Brüssel, sondern wird von der Initiative der Menschen in den Regionen bestimmt."
"Mit der Bewerbung hat Görlitz/Zgorzelec Großartiges geleistet: DIe Bewerbung hat den Menschen der Region einen kräftigen Schub für die Verständigung, für den weiteren Integrationsprozess, für die deutsch-polnische Verständigung gegeben. Dieser Weg ist unumkehrbar, und die Menschen in Görlitz/ Zgorzelec werden ihn weitergehen. Sie schaffen damit die Grundlage nicht nur für den kulturellen Reichtum sondern auch für den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Europastadt. Er ist schon jetzt im sichtbaren Engagement der Wirtschaft und den deutlich angestiegenen Touristenzahlen spürbar."
"Der Mut, die Entschlossenheit und das Engagement der Menschen in Görlitz/Zgorzelec, die Entwicklung ihrer Stadt selbstbewusst zu gestalten und in das Zentrum der europäischen Aufmerksamkeit zu rücken, hat diesen Erfolg ermöglicht, auch wenn der ersehnte Titel einer Kulturhauptstadt nicht errungen werden konnte. Darauf können alle in Görlitz und Zgorzelec mit Stolz blicken", sagte Barbara Ludwig.
Die Sächsische Staatsregierung wird den Prozess der Integration, der mit der Kulturhauptstadtbewerbung eröffnet wurde, weiterhin unterstützen. Das zentrale Projekt der Kulturhauptstadtbewerbung, der Brückenpark, mit seinen städtebaulichen Komponenten und der Sanierung wichtiger Kulturbauten, ist eingebettet in ein von der Stadt Görlitz entwickeltes Stadtentwicklungskonzept, für das bis zum Jahr 2010 zirka 83 Mio. Euro Gesamtkosten eingeplant waren. Es wird auch in Zukunft vom Freistaat mitfinanziert werden.
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