"Erfahrung hat Zukunft"
"Wir müssen die Kraft des Alters besser nutzen. Ältere Menschen sind ein Aktiv-Posten in unserer Gesellschaft. Vor allem bei der Erwerbstätigkeit älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hinkt Deutschland im internationalen Vergleich weit hinter her. Unsere Wirtschaft muss sich auf den demografischen Wandel einstellen, wenn sie nicht abgehängt werden will." Dies sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, bei der Fachtagung "Wirtschaftliche und gesellschaftliche Produktivität älterer Menschen in der Bundesrepublik Deutschland". Die Tagung wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Sachverständigenkommission für den Fünften Altenbericht der Bundesregierung heute in Berlin ausgerichtet.
10.05.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendEin neues Leitbild des Alters ist überfällig: Die Altersstruktur wandelt sich - mit Folgen für Rentenkassen, Sozialstruktur und Innovationsfähigkeit. Doch ergeben sich durch diese "gewonnenen Jahre" auch viele Chancen für Gesellschaft und Wirtschaft. Die ältere Generation verfügt oft über ein gutes Einkommen. Auch die Arbeitswelt verändert sich, denn angesichts der demografischen Entwicklung ist eine höhere Erwerbsbeteiligung älterer Menschen unumgänglich.
Während in den skandinavischen Ländern allerdings über 60 Prozent der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 55 und 64 Jahre erwerbstätig sind, sind es in Deutschland gerade mal 39 Prozent. Derzeit beschäftigen sogar 41 Prozent der Betriebe in Deutschland niemand, der älter als 50 Jahre ist. Zugleich hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesanstalt für Arbeit in einer Firmenbefragung ermittelt, dass 55 Prozent der befragten Personalverantwortlichen Ältere für genauso leistungsfähig wie Jüngere halten, nur 16 Prozent meinen, dass Ältere weniger motiviert seien als Jüngere.
"Die Bundesregierung schafft die Voraussetzungen, die Potenziale des Alters zu erschließen. Unternehmen müssen ihren Beitrag leisten und wir alle müssen für ein neues Bewusstsein zur Stärkung des aktiven Alters eintreten. Wir müssen eine längere Beteiligung am Erwerbsleben und eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben mit den Bedürfnissen und Möglichkeiten älterer Menschen verknüpfen. Viele wollen nicht früher in Rente gehen, sondern bis zum gesetzlichen Renteneintritt arbeiten", so Ruhenstroth-Bauer weiter.
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Fünfter Altenbericht: Wie lassen sich die Stärken älterer Menschen für die Gesellschaft nutzen?
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