"Ergebnisse der DESI-Studie sind eine kräftige Backpfeife für Befürworter der Einheitsschule"

"Das Klatschen ist hörbar: Die Ergebnisse der DESI-Studie sind eine kräftige Backpfeife für die Befürworter der Einheitsschule", betont die Sprecherin der unionsgeführten Bundesländer in der KMK, Hessens Kultusministerin Karin Wolff. DESI ("Deutsch Englisch Schülerleistungen International"), anders als PISA und IGLU eine von der KMK initiierte Bildungsstudie in deutscher Eigenregie, untersucht die sprachlichen Leistungen und die Unterrichtswirklichkeit in den Fächern Deutsch und Englisch. DESI wurde bereits 2001 beim Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Auftrag gegeben.

06.03.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Das Klatschen ist hörbar: Die Ergebnisse der DESI-Studie sind eine kräftige Backpfeife für die Befürworter der Einheitsschule", betont die Sprecherin der unionsgeführten Bundesländer in der KMK, Hessens Kultusministerin Karin Wolff. DESI ("Deutsch Englisch Schülerleistungen International"), anders als PISA und IGLU eine von der KMK initiierte Bildungsstudie in deutscher Eigenregie, untersucht die sprachlichen Leistungen und die Unterrichtswirklichkeit in den Fächern Deutsch und Englisch. DESI wurde bereits 2001 beim Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse der Gesamtschulen unterscheiden sich nicht signifikant von denen der Hauptschulen. Die Schülerinnen und Schüler beider Schulformen erreichen in etwa das gleiche Level. "Ein Zukunftsmodell jedenfalls bringt andere Ergebnisse", merkt Wolff an und unterstreicht für die B-Länder: "Wir plädieren nicht dafür, den Schulkampf auszurufen und die Gesamtschulen abzuschaffen. Wir plädieren aber sehr wohl für eine inhaltliche Aufholarbeit dieser Schulform." Der Glaube, eine System-Kopie der Bildungslandschaft aus anderen Staaten bringe zwangsweise einen Qualitätsschub, sei irrig. Gebraucht werde die fordernde Schule, die die sozial Schwachen fördere und leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler zu Höchstleistungen animiere.

"Sprache und Ausdruck muss insgesamt mehr Bedeutung beigemessen werden. Es reicht nicht, nur in Deutsch und Englisch auf Wortschatz und Sprachstil zu achten. Es muss das Anliegen der gesamten Schule sein, die Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern", erklärte Wolff. Die Untersuchung zeige auch, dass sich das einvernehmliche Zusammenwirken von Lehrkräften und Eltern positiv auf die Schülerleistungen auswirke. "Gerade im Hinblick auf die Schülerinnen und Schüler der Gesamt- und Hauptschulen müssen wir unsere gemeinsamen Anstrengungen in den Ländern verstärken", so Wolff abschließend.


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