Ertragreiche familienpolitische Tagung der GEW

"Noch vor der Landtagswahl wollen wir eine Bilanz der Wirkungen des Kinderfördergesetzes", sagte der Landesgeschäftsführer der sachsen-anhaltischen Bildungsgewerkschaft, Frank Wolters, heute in Halle. Die von der GEW veranstaltete Tagung "Kinder – Familie – Gesellschaft, ein bildungspolitischer Diskurs zur Familienpolitik sei sehr ertragreich gewesen, hätte aber auch ergeben, dass die Familienförderung nicht optimal sei. In der Diskussion mit Landespolitikerinnen und Politikern, darunter Sozialminister Gerry Kley und die Parlamentarische Staatssekretärin aus dem zuständigen Bundesministerium, Christel Riemann Hanewinkel, sowie mit Unternehmervertretern und Kommunalpolitikerinnen, Wissenschaftlern, Eltern und Erzieherinnen sei dies deutlich geworden.

29.10.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

Die GEW stimmte mit Kley bei der Würdigung der Aktivitäten im Programm "Bildung von Anfang an" überein. Nach wie vor wirkten sich die niedrigeren Betreuungszeiten für Kinder von Arbeitslosen für die Bildungschancen jedoch nachteilig aus. Auch deshalb müsse das Gesetz auf den Prüfstand.

Im Zentrum der Tagung stand die Frage nach der öffentlichen Verantwortung für die Förderung von Familien. Den Schwerpunkt sieht die GEW in der Förderung der Familien als notwendige Voraussetzung zur Verbesserung der Chancengleichheit für alle Kinder.

Der Sprecher des "Bundesforums Familie", Norbert Hocke, zugleich Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstandes der GEW, benannte "die Beseitigung der strukturellen Rücksichtslosigkeit der Gesellschaft gegen Familien als wesentliche Fortschrittsaufgabe für Deutschland" überhaupt. Er begrüßte, dass die GEW Sachsen-Anhalt als erste Gewerkschaft, sich dem Familienthema aufgeschlossen zeige.

"Wir wollen nicht erst durch Wahlprüfsteine kurz vor der Landtagswahl unsere Positionen zu den politischen Vorstellungen der Parteien bestimmen. Deshalb haben wir mit dieser Tagung begonnen, die Landespolitik auf den Prüfstand zu stellen," erklärte der GEW-Landeschef, Thomas Lippmann.

Damit habe die GEW Sachsen-Anhalt eine Serie von Tagungen und Konferenzen, bei denen Anregungen der Betroffenen an die Landespolitik gegeben werden sollen, begonnen. Als weitere Themen kündigte er die Qualität von Schule, der Berufsbildung und das Studium an den Hochschulen des Landes an.

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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