Europäischer Qualifizierungsrahmen unter der Lupe

(hib/VOM) Nach dem im Dezember 2004 von 32 europäischen Bildungsministerien beschlossenen Einführung eines Europäischen Qualifikationsrahmens im Bildungsbereich erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleine Anfrage (16/304).

10.01.2006 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Die EU-Kommission habe im vergangenen Juli einen ersten Vorschlag über einen solchen Qualifikationsrahmen vorgelegt. Dazu gebe es eine gemeinsame Stellungnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz, in der die im Kommissionsvorschlag enthaltenden Elemente als geeignet angesehen werden.

Die Fraktion will wissen, wie die Regierung eine Ausrichtung des deutschen Bildungssystems nach diesen "wesentlichen Elementen" anstrebt, wie sie den Vorschlag der Kommission beurteilt, dass der Europäische Qualifikationsrahmen keinen "unmittelbaren Vergleich" von Qualifikationen darstellen soll und wie sie die Gefahr einer zunehmenden Bürokratisierung im Bildungssystem bewertet, wenn künftig alle Qualifikationen von einer Stelle zertifiziert werden müssen. Schließlich soll die Regierung zur Kritik der IG Metall Stellung nehmen, die das Ende der "Beruflichkeit" befürchtet, da künftig nicht mehr ein Beruf erlernt werde, sondern Lernscheine gesammelt und Bausteine "nach Gusto und Geldbeutel" zusammengestellt würden.

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