Fachtagung "Beteiligte besser beteiligen"

"Kinder haben ein Recht auf Schutz vor körperlicher und seelischer Misshandlung und Vernachlässigung. Die 14 Kinderschutzdienste in Rheinland-Pfalz leisten hier mit ihren spezialisierten Fachkräfte für missbrauchte und misshandelte Mädchen und Jungen einen unverzichtbaren Beitrag.

08.10.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Dabei kann die Hilfe für Kinder und Jugendliche nur so gut sein, wie die Beteiligungskultur des gesamten Unterstützungsprozesses funktioniert." Das sagte Jugendstaatssekretär Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig mit Blick auf die Fachtagung "Beteiligte besser beteiligen" am morgigen Freitag, 8. Oktober 2004, ab 10 Uhr in der Alten Patrone in Mainz (Am Judensand 63).

Insgesamt 14 Kinderschutzdienste bieten in Bad Ems, Bitburg/Daun, Germersheim, Grünstadt, Hachenburg, Kirchen, Koblenz, Landau, Ludwigshafen, Neustadt, Neuwied, Pirmasens, Trier und Worms Beratungen und Hilfestellungen an. In einem einjährigen Arbeitsprozess haben diese spezialisierten Fachdienste für misshandelte und missbrauchte Mädchen und Jungen jetzt ein gemeinsames Aufgabenprofil erarbeitet. Mit Förderung und Beteiligung des Landes sowie des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. wurde außerdem eine Dokumentation erarbeitet, die über die zentralen Qualitätsstandards und Qualitätsmerkmale der Kinderschutzdienste informiert.

Ziel der Veranstaltung sei es, Fachleuten die Arbeit der Kinderschutzdienste noch transparenter zu machen, um so die Kooperation mit anderen Beratungsstellen und den Jugendämtern zum Wohle der Kinder zu verbessern, so der Staatssekretär weiter. Kinderschutzdienste in Rheinland-Pfalz zeichneten sich dadurch aus, dass sie für Kinder und Jugendliche kostenlos, kurzfristig, ohne Wartezeiten und vorherige Bedingungen eine individuell gestaltete Beratung, Krisenintervention und Begleitung bei sexuellem Missbrauch und Misshandlung bieten. Dabei liege der Schwerpunkt der Arbeit der Kinderschutzdienste im Opferschutz und nicht in der Verfolgung der Täter, auch wenn die Begleitung von Kindern in Strafverfahren auf Wunsch der Kinder vom Kinderschutzdienst übernommen werde. Neben den Kommunen und Trägern fördere das Land Rheinland-Pfalz die Kinderschutzdienste mit über einer halben Million Euro pro Jahr. Daneben werde die Qualitätsentwicklung der Fachdienste durch die Begleitung der Zentralen Beratungsstelle für Kinderschutz im Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung unterstützt.

Während der Fachtagung wird neben der Vorstellung der Konzept-Weiterentwicklung der Kinderschutzdienste, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Hilfeprozess ein Thema sein. Dazu informiert eine Vertreterin des Deutschen Jugendinstitutes. Zur geplanten Änderung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes im Bereich Kinderschutz wird ein Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sprechen.


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