Finanzminister Gerhard Stratthaus und Kunststaatssekretär Michael Sieber: "Eine Top-Adresse für museale Mode"

"Das Land Baden-Württemberg kann stolz darauf sein, dass die Sammlung des neuen Ludwigsburger Modemuseums dank der Erwerbungen und zahlreicher Schenkungen zu den Top-Adressen in Sachen musealer Mode zählen wird."

08.09.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Das sagten Finanzminister Gerhard Stratthaus und Kunststaatssekretär Michael Sieber (MdL) am 8. September in Stuttgart anlässlich der Vorbesichtigung des neuen Modemuseums im Ludwigsburger Schloss. Das Württembergische Landesmuseum wird dort ab 10. September seine Kostümsammlung von mehr als 600 Exponaten aus dem Zeitraum von 1750 bis 1970 nach zehn Jahren erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentieren.

Der Bestand an ganz verschiedenartigen Modestücken konnte in dem neuen Museum beachtlich erweitert werden. Zu den vom früheren Landesgewerbemuseum übernommen Beständen kamen bedeutende Neuerwerbungen aus Mitteln der Museumsstiftung und des Zentralfonds zur Erwerbung von Spitzenwerken hinzu wie auch zahlreiche Schenkungen. "Das beweist, dass wir uns auch in einem engeren finanziellen Rahmen mit ganzer Kraft für ein attraktives Kulturangebot einsetzen, die dafür erforderlichen Einrichtungen und Förderungen sichern und - wie mit diesem Modemuseum - auch Neues schaffen", erklärte Sieber.

Die Eröffnung des Modemuseums am 10. September vollende ein museales Gesamtkonzept im Zuge der Generalsanierung des Ludwigsburger Schlosses anlässlich seines 300-jährigen Bestehens, so der Staatssekretär. Das Barockmuseum der Staatsgalerie Stuttgart und das Keramikmuseum sowie das Modemuseum des Württembergischen Landesmuseums verbinden sich nun zu einem neuen, attraktiven Museumsensemble.

Diese Konzeption ist nach den Worten des Staatssekretärs sehr sinnvoll, konsequent und zukunftsweisend. Für die großen baulichen Aufwendungen sprach er Finanzminister Stratthaus und der staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung seinen Dank aus. Durch die gemeinsamen Anstrengungen sei es gelungen, das Schloss Ludwigsburg nicht nur zu erhalten, sondern zu modernisieren und seine Attraktivität durch die ausgestellten Schätze zu steigern.

Sieber erinnerte daran, dass bereits in dem früheren, 1961 ebenfalls im Ludwigsburger Schloss eingerichteten Zweigmuseum "Höfische Kunst des Barock" einige Kleider aus der Barockzeit ausgestellt waren. "Die neue, weitaus größere Sammlung kehrt nun ins Schloss zurück, um hier noch größere Attraktivität zu entfalten." Im Festinbau präsentieren sich künftig nun Kleidungsstücke und Accessoires auf zwei Ebenen auf etwa 850 m2 in einem stimmungsvollen, der Empfindlichkeit der Textilien angemessenen Arrangement. "Die Architekten des Hochbauamts haben es verstanden, durch Deckendurchbrüche und Großvitrinen Transparenz zu schaffen und die beide Ausstellungsräume durch eine breite Treppe miteinander zu verbinden", so Sieber. Der Staatssekretär würdigte die neue Schausammlung als Teil einer seit vielen Jahren bestehenden Kulturarbeit des Württembergischen Landesmuseums, das seinen landesgeschichtlichen Auftrag erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe.


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