Flierl: Publikumsakzeptanz der Checkpoint-Ausstellungübertrifft alle Erwartungen
"Die Publikumsakzeptanz der neuen Ausstellung am Checkpoint Charlie übertrifft alle Erwartungen, Stichprobenzählungen ergaben am Sonnabend mehr als 1000 Besucher pro Stunde, die vor den 175 Bildern und den Texten der Ausstellung standen und lasen, diskutierten und unzählige Fotos machten".
08.08.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)Das stellte der Berliner Kultursenator Dr. Thomas Flierl in einer ersten Bilanz der am 4. August eröffneten 300 m langen Galeriewandausstellung am ehemaligen Ausländerübergang in der Friedrichstraße/Checkpoint Charlie fest. Insbesondere die hohe Verweildauer der Besucher sprächen - so Flierl - dafür, dass die Ausstellung interessant sei und die Menschen emotional anspräche.
Die neue Ausstellung, die offenkundig den Nerv des Besucherinteresses trifft, ist damit nicht nur die größte Ausstellung zum Thema Mauer, sondern auch die bestbesuchte Ausstellung in Berlin überhaupt. Flierl: "Besonders freuen wir uns, dass vom ehemaligen US-Kommandanten des Checkpoints bis zu Familien, die in mehreren Generationen in die Friedrichstraße gekommen sind, die Ausstellung als Ort des Austausches von Erinnerungen an die Nachgeborenen anregt und dient. Damit wird im Vorfeld des 45. Jahrestages des Mauerbaus ein Thema in die öffentliche und private Diskussion gebracht, das wie kein anderes diese Stadt geprägt hat."
Neben der Tatsache, dass die Ausstellung vor Ort funktioniert, stellt Senator Dr. Flierl fest, dass sie auch ihre Funktion eines Wegweisers zu den anderen authentischen Orten erfüllt. So sind die Besucherzahlen z.B. in der Niederkirchnerstraße/Topographie des Terrors (plus 60%), im Dokumentationszentrum Bernauer Straße (plus 30%) und in der Gedenkstätte Hohenschönhausen (plus 80%) an diesem Wochenende gegenüber den Vorwochen trotz der allgemein abflauenden Zahlen in der Ferienzeit signifikant gestiegen.
Der Senator betont mit Blick auf einige kritische Stimmen, die in der Presse zitiert worden waren, dass die Opferverbände in einer Preview der Ausstellung im Berliner Rathaus das Konzept mit einhelligem Beifall aufgenommen haben und forderte die CDU auf, diese für Berlin so wichtige Ausstellung nicht aus Wahlkampfgründen zu instrumentalisieren. Hier sei etwas gelungen, so Flierl, was unter anderen Senatoren längst hätte auf den Weg gebracht werden können und das sei gut für die Erinnerungskultur und die zeitgeschichtliche Bildung in der Stadt.
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