Frankenberg trifft EU-Forschungskommissar Janez Potoènik

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg und EU-Forschungskommissar Janez Potoènik haben die Hoffnung geäußert, dass es bald zu einer Einigung und damit zur Verabschiedung des EU-Haushaltes für die Jahre 2007 bis 2013 kommen werde.

23.01.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Die EU-Forschungsförderung ist von großer Bedeutung für die Hochschulen. Wir sind deshalb sehr daran interessiert, dass die Europäischen Abgeordneten gemeinsam mit dem Europäischen Rat eine forschungsfreundliche Lösung finden werden. Eine Verzögerung schadet den Hochschulen und der Forschung", sagten Frankenberg und Potoènik am 23. Januar in Karlsruhe. Am gleichen Tag fanden in Brüssel die Nachverhandlungen zum EU-Haushalt statt.

Frankenberg und Potoènik trafen sich am Rand der Informationsveranstaltung "Forschen in Europa: Nationale und europäische Forschungsförderung", die von der Universität Karlsruhe und der Koordinierungsstelle der Wissenschaften der EG (KOWI) organisiert wurde. Bei dieser Veranstaltung informierten sich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten wie beispielsweise Stipendien und Projektmittel. "Diese Möglichkeiten werden häufig zu wenig genutzt - oft weil es an entsprechendem Wissen über die Angebote fehlt", so Frankenberg. Gerade Nachwuchswissenschaftler seien aber auf zusätzliche Gelder dringend angewiesen. Frankenberg stellte heraus, dass die Hochschulen Baden-Württembergs sehr gut für die Herauforderungen des neuen Forschungsrahmenprogramms vorbereitet seien. "Unsere Hochschulen konnten die Einnahmen aus den bisherigen Programmen von 41,2 Mio. Euro im Jahr 2002 auf rund 50 Mio. Euro im Jahr 2004 erhöhen. Ich bin optimistisch, dass sich diese Steigerung auch im neuen Programm fortsetzen wird."

Gemeinsam mit EU-Forschungskommissar Janez Potoènik und dem Rektor der Universität Karlsruhe, Prof. Dr. Horst Hippler, zeigte der Wissenschaftsminister Verständnis für die Entscheidung des EU-Parlaments vom 18. Januar. "Die Abgeordneten haben den Finanzkompromiss der Kommission zunächst abgelehnt. Dies kann eine Chance für die europäische Forschungsförderung sein." Der Minister plädierte erneut für eine deutliche Erhöhung des Forschungsetats. "Dies ist nicht nur vor dem Hintergrund der erweiterten EU der 25 Mitgliedsstaaten nötig, sondern trägt auch dem neu zu errichtenden Europäischen Forschungsrat Rechnung", so der Minister." Frankenberg, Potoènik und Hippler zeigten sich darin einig, dass die Förderung der Grundlagenforschung im Europäischen Forschungsrat das wichtigste neue Element des 7. EU-Forschungsrahmenprogrammes sei. "Ziel der europäischen Forschungspolitik ist es, den Forschungsstandort Europa noch attraktiver zu machen und das Forschungsniveau insgesamt zu erhöhen", betonte Frankenberg.

Zur Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit sollten die wissenschaftlich-technischen Kapazitäten der europäischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen weiterentwickelt und voll ausgeschöpft werden. "Die Erhöhung des für die Forschung vorgesehenen Budgets ist nötig, wenn wir Europa zu einem wettbewerbsfähigen und dynamischen Wirtschaftsraum machen wollen, der sowohl mit den USA als auch mit China und Indien konkurrieren kann."


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