"G 8" und "G 9" machen Abitur gemeinsam

Kultusminister Jürgen Schreier hat klar und deutlich aufgezeigt, wie die Organisation der gymnasialen Oberstufe ab dem Schuljahr 2007/08 aussieht. Dann nämlich tritt der erste "G 8"-Jahrgang in die Oberstufe ein und trifft auf den letzten Oberstufenjahrgang von "G 9". Die Schülerinnen und Schüler aus "G 8" und "G 9" werden 2009 gemeinsam Abitur machen. In den Kursen der Oberstufe werden sie zuvor gemeinsam unterrichtet.

25.05.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die Lehrplankommissionen sind beauftragt, den gemeinsamen Abiturstoff bis zum Frühjahr 2006 festzulegen. So wird sichergestellt, dass beim Eintritt in das Einführungsjahr der Oberstufe für beide Jahrgänge Gewissheit besteht, was sie für das Abitur können müssen. Im Hinblick auf den doppelten saarländischen Abiturjahrgang 2009 wird das Kultusministerium eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit der Universität einrichten, an der auch die Landeselternvertretung Gymnasien beteiligt sein wird.

Erst wenn sich die "G 8"-Absolventen aus den großen Bundesländern einige Jahre später um Studienplätze bewerben, stellt sich die Frage der ausreichenden Zahl von Studienplätzen bundesweit. Deshalb hat die Kultusministerkonferenz bei ihrer Sitzung im vergangenen Jahr in Orscholz eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die für diesen Zeitpunkt Strategien und flankierende Maßnahmen entwickelt.

Dass jetzt Diskussionen durch einige Eltern vom Zaun gebrochen werden, bezeichnet der Kultusminister als unverständlich, weil er die Organisation der gymnasialen Oberstufe gegenüber der Landeselternvertretung am 17. Mai 2005 ausführlich erklärt habe. Die Zusammenarbeit mit der Landeselternvertretung Gymnasien bezeichnet Kultusminister Jürgen Schreier als konstruktiv. Dies halte er auch für den richtigen Umgang miteinander. Sowohl in der Vergangenheit als auch aktuell sei man an der Spitze der Landeselternvertretung der Meinung gewesen, die Schulform Gymnasium dadurch am besten zu vertreten, dass anstehende Fragen einer sachlich fundierten Lösung im Interesse der Schülerinnen und Schüler zugeführt werden und Parteipolitik außen vor zu bleiben habe.

Der Versuch, durch die Hintertür das "G 8" noch einmal prinzipiell in Frage zu stellen, führe nicht weiter. Das Saarland werde in seiner Haltung, die Gymnasialzeit verkürzt zu haben, bundesweit bestätigt. Fast alle Länder folgten seinem Vorbild. Auch bei der Oberstufenregelung werden die übrigen Bundesländer wohl genauso unsere Lösungen aufgreifen.


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