Gerechte Bezahlung statt Sonderopfer

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert die Landesregierung auf, die für den 1. Juli vorgesehene Erhöhung der Beamtenbesoldung auf den 1. Januar vorzuziehen. 140.000 verbeamte Lehrkräfte in NRW erwarten eine Gegenleistung für zunehmende Belastungen im Schulalltag. Sie wollen nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden.

19.12.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Die Zeiten der Sonderopfer der Beamten zur Sanierung des Landeshaushaltes müssen endgültig vorbei sein. Was für die Angestellten recht ist, darf den Beamten nicht vorenthalten werden", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber mit Blick auf die morgen im Landtag vorgesehene Verabschiedung des Gesetzes zur Anpassung der Besoldungs- und Versorgungsbezüge in NRW. Für die Tarifbeschäftigten gibt es bereits zum 1. Januar eine Gehaltserhöhung von 2,9%.

Nicht nur die Streichung des Urlaubsgeldes und die Kürzung des Weihnachtsgeldes haben die Beamten hinnehmen müssen, sondern auch seit 2004 keine lineare Erhöhung der Bezüge mehr erhalten. Zudem sei die Haushaltsnotlage bereits seit 2006 überwunden. "Offenbar", so Meyer-Lauber, "nimmt das Land das beamtenrechtliche Alimentationsprinzip nicht so ernst."

Gute Schule und qualitätsvoller Unterricht, so die Position der GEW, seien nur mit motiviertem und angemessen bezahltem Personal zu machen.


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